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Leistungstest der Lebensretter

Voigtsbrügge Leistungstest der Lebensretter

Die Feuerwehren des Amtes Neustadt versammelten sich in Voigtsbrügge zu ihrer jährlichen Großübung. Sie trainierten das gemeinsame Vorgehen bei einem Wohnungsbrand und bei der Rettung von Menschenleben.

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Das verlassene Haus in Voigtsbrügge gab ein hervorragendes Übungsobjekt ab.

Quelle: Alexander Beckmann

Voigtsbrügge. Kurz nach halb sechs heulten am Freitagabend überall im Neustädter Amtsgebiet die Sirenen. Doch die Überraschung hielt sich in Grenzen: Die Feuerwehren des Amtes rückten zu ihrer alljährlichen Großübung aus. Diesmal ging es in den Breddiner Ortsteil Voigtsbrügge.

Dort wartete man ungeduldig auf das Eintreffen der Einsatzkräfte. Vertreter der Gemeinden, der Amtsverwaltung, die Feuerwehrführung des Amtes, einige Schaulustige und auch Helfer aus Nachbarkommunen wie Wusterhausen hatten sich bereits an einem leerstehenden Haus versammelt.

Das Einsatzszenario lag nahe: Brand in einem Wohnhaus, Menschen in Gefahr.

Breddiner Feuerwehrleute waren zuerst vor Ort

Als erste Helfer trafen wenig überraschend kurz nach der Alarmierung die Breddiner Feuerwehrleute am „Brandort“ ein. Mitglieder der örtlichen Jugendfeuerwehr spielten Hausbewohner. Bühnennebel sorgte für Atmosphäre. Nun ging es darum, den Rettungs- und Löscheinsatz zu koordinieren, zumal immer mehr Wehren anrückten. Rund 50 Aktive waren schließlich in Voigtsbrügge versammelt. Lediglich die Sieversdorfer fehlten an dem Abend. Und bei der Löschgruppe Roddahn kam der Alarm nicht an. „Das war aber ein Fehler der Leitstelle“, versichert Amtswehrführer Heino Arndt.

Dass die Übung eher auf Planung als auf Realismus setzte, sei durchaus beabsichtigt, so Arndt. „Ich will wissen, ob die Leute, die wir haben, ihr Handwerk verstehen.“ Dass es im Ernstfall inzwischen durchaus zu personellen Engpässen kommen kann, dass wisse man angesichts der Personalsituation schließlich längst.

Die Schiedsrichter hatten viel zu notieren

Also ging es vor allem um den fachgerechten Ablauf des Einsatzes: Suche nach Vermissten, ihre Rettung, Einsatz von Atemschutzgeräten, Aufbau der Löschwasserversorgung, Erklimmen des Obergeschosses mittels Steckleiter, Kommunikation unter den Einsatzkräften. Die Schiedsrichter hatten viel zu notieren – auch einiges zu bemängeln.

Amtswehrführer Heino Arndt zog am Ende eine kritische Bilanz: „Wir wollen niemandem Angst machen, aber die Übung hat gezeigt, dass wir in einigen Bereichen noch Ausbildungsbedarf haben. Dazu ist so eine Aktion ja da.“ Zugleich lobte Arndt die Unterstützung von Seiten der Breddiner Jugendfeuerwehr und der Wusterhausener Feuerwehr: „Da pflegen wir seit Jahren eine gute Zusammenarbeit.“

Abendbrot und eine erste Auswertung in der Gaststätte Fritz

Gegen 19 Uhr wurde die Übung beendet. Die Feuerwehrleute versammelten sich zum Abendbrot und zu einer ersten Auswertung in der Breddiner Gaststätte Fritz. Das eine oder andere Bier befeuchtete trockene Kehlen. Heino Arndt sieht das als einen durchaus bedeutsamen Aspekt der jährlichen Aktion: „Die Kameradschaftspflege sollte man nie vergessen.“ Und noch etwas war am Freitag wichtig: „Es sind alle wieder heil nach Hause gekommen.“

Von Alexander Beckmann

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