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Leistungstest für Feuerwehren in Wusterhausen

44 Teams aus dem Landkreis am Start Leistungstest für Feuerwehren in Wusterhausen

In Wusterhausen trafen sich am Sonnabend über 300 Feuerwehrleute aus dem ganzen Landkreis Ostprignitz-Ruppin zum Leistungsnachweis. Kreisbrandmeister Wolfgang Hohenwald konstatierte: „Es waren auch schon mehr.“ Ihm macht die Personalsituation ernste Sorgen.

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Über 300 Feuerwehrleute zeigten ihr Können. Kreisbrandmeister Wolfgang Hohenwald (r.) dankte Ralf Leppin für die Organisation.

Quelle: Alexander Beckmann

Wusterhausen. Der jährliche Leistungsnachweis für Ausbildungsstand und Einsatzfähigkeit in den Stufen Gold, Silber oder Bronze führte am Sonnabend hunderte Feuerwehrleute aus dem ganzen Landkreis Ostprignitz-Ruppin nach Wusterhausen. An der Dosse-Halle stellten sich 44 Teams der kritischen Bewertung der rund 60 Schiedsrichter. Beim Löschangriff in verschiedenen Schwierigkeitsstufen, beim Knotenbinden und in der Theorie galt es, die Anforderungen zu erfüllen, um das angestrebte Prädikat zu erreichen.

Kreisbrandmeister Wolfgang Hohenwald begrüßte seine Kameraden sowie Gäste aus Partnerwehren und aus der Politik zu der mittlerweile 30. Leistungsprüfung ihrer Art. Über 300 Feuerwehrleute seien diesmal am Start, so Hohenwald. „Aber es waren auch schon mehr.“

 Rund 60 Schiedsrichter bewerteten sogar jedes Kommando innerhalb der Teams auf seine Korrektheit

Rund 60 Schiedsrichter bewerteten sogar jedes Kommando innerhalb der Teams auf seine Korrektheit.

Quelle: Alexander Beckmann

Hohenwald machte aus seiner Sorge um die Einsatzfähigkeit der Feuerwehren keinen Hehl. In den vergangenen zehn Jahren sei die Zahl der Einsatzkräfte kreisweit um 1082 gesunken. „Meine Meinung ist: Es sind immer weniger Menschen bereit, ehrenamtlich zu arbeiten.“ Dafür brauche es Zeit, Mut und Selbstbewusstsein. „Die Führungskräfte in den Feuerwehren sind längst damit überfordert, das auszugleichen. Gerade deshalb müssen wir größten Wert auf die intensive und professionelle Ausbildung unserer Kameraden legen.“ Während die Zahl der Aktiven sinke, stiegen die Anforderungen. Der Brand eines Geschäftshauses vergangene Woche in Neuruppin sei nur ein Beispiel dafür, dass menschliche und technische Grenzen erreicht sind. „Was wäre gewesen, wenn während des Großbrandes noch ein weiteres größeres Ereignis eingetreten wäre?“, fragte Hohenwald. Feuerwehrleute seien keine Helden, sondern ganz normale Menschen.

 Kreisbrandmeister Wolfgang Hohenwald (r) dankte seinem Stellvertreter Ralf Leppin für dessen langjähriges Engagement bei der Organisation der

Kreisbrandmeister Wolfgang Hohenwald (r.) dankte seinem Stellvertreter Ralf Leppin für dessen langjähriges Engagement bei der Organisation der Kreisleistungsnachweise.

Quelle: Alexander Beckmann

Landrat Ralf Reinhardt zeigte sich weniger pessimistisch: „Es ist noch Feuerwehr da und es wird auch in Zukunft Feuerwehr da sein.“ Kooperation sei längst selbstverständlich. Und: „Wir haben bei der technischen Ausstattung viel erreicht.“ Allerdings gehe es bei der Nachwuchsgewinnung eher um die Vermittlung einer Lebenseinstellung als nur um Werbung.

Vize-Kreisbrandmeister Ralf Leppin verabschiedete sich am Sonnabend als Organisator der Leistungsnachweise – aus gesundheitlichen Gründen. Ihm und allen anderen Unterstützern sagte Wolfgang Hohenwald Dank.

Von Alexander Beckmann

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