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Unfallopfer aus Kunststoff

Leistungsvergleich der Feuerwehren in Wittstock Unfallopfer aus Kunststoff

44 Feuerwehrmannschaften aus Ostprignitz-Ruppin und dem Kreis Coesfeld nahmen am Leistungsvergleich der Kameraden in Wittstock (Ostprignitz-Ruppin) teil. Auf dem Plan standen für die 414 Feuerwehrleute unter anderem die Rettung von verletzten Personen und die Bergung eines Unfallopfers aus einem verunglückten Wagen.

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Nach der Übung blieb von diesem Auto nicht mehr viel übrig. Im Leistungsnachweis Gold mussten Türen und Dach entfernt werden.

Quelle: Uta Köhn

Wittstock. Von 16 Autos ist nicht mehr viel übrig. 44 Feuerwehrmannschaften aus dem Kreis Ostprignitz-Ruppin und zwei aus dem Kreis Coesfeld haben die Fahrzeuge zerlegt. Nun gut, die Autos waren ohnehin zur Entsorgung vorgesehen. Aber vor ihrer letzten Fahrt zur Schrottpresse haben sie noch ein gutes Werk getan. Sie dienten den 414 Feuerwehrleuten als Übungsobjekt beim Leistungsnachweis technische Hilfe des Kreisfeuerwehrverbandes am Sonnabend in Wittstock.

Solche Leistungsvergleiche finden jedes Jahr an einem anderen Ort im Landkreis statt. Dabei werden abwechselnd die Fähigkeiten der Kameraden in der technischen Hilfe und in der Brandbekämpfung überprüft. "Bei den Einsätzen wird zu 60 Prozent technische Hilfe angefordert", sagt der stellvertretende Kreisbrandmeister Ralf Leppin.

Bei den Wettkämpfen ging es nicht nur darum, all die nötigen Handgriffe perfekt auszuüben, sondern das Ganze sollte möglichst auch noch schnell vonstatten gehen. Denn im Ernstfall sind keine Dummies aus Kunststoff im Auto eingeklemmt, sondern schwer verletzte Menschen, die schnell gerettet werden müssen.

Bei der Leistungsstufe Bronze galt es im praktischen Teil eine unter einem Auto liegende verletzte Person zu retten. Acht Minuten waren dafür Zeit. Dabei durfte der Verletzte nicht stark bewegt werden, um ihn zu schonen.

Bei der Silber-Prüfung saß ein Verletzter in einem Wagen, und von diesem mussten auf einer Seite die Türen entfernt werden. Die Zeitvorgabe hier: 15 Minuten. Mannschaften, die sich der Gold-Prüfung stellten, mussten sogar alle Türen und noch das Dach vom Auto entfernen, um sodann den Verletzten zu retten.

Die Sieger

Leistungsstufe Bronze
1. Platz: Manker, Langen, Wustrau (Gemeinde Fehrbellin); 2. Platz: Bechlin (Stadt Neuruppin); 3. Platz: Walsleben (Amt Temnitz)
Leistungsstufe Silber
1. Platz: Rheinsberg II; 2. Platz: Linow, Dorf Zechlin, Linow und Gühlen-Glienicke (Stadt Rheinsberg), 3. Platz: Freyenstein II (Stadt Wittstock)
Leistungsstufe Gold:
1. Platz: Wittstock I, 2. Platz: Alt Ruppin, Neuruppin und Nietwerder, 3. Platz: Neuruppin I

Bei den Prüfungen wurde streng darauf geachtet, dass die Mannschaften mit jeweils neun Teilnehmern den Unfallort ordnungsgemäß absperrten und beispielsweise die Auto-Batterien vorher abklemmten, bevor sie sich an die Arbeit machten. Außerdem gab es noch jeweils einen theoretischen Teil mit Fragen zur ersten Hilfe bei den jeweiligen Prüfungen.

"Die äußeren Bedingungen waren auf dem Bleichwall in Wittstock perfekt", lobte Ralf Leppin den Gastgeber Wittstock. Und das Wetter war ideal. Nicht zu warm, nicht zu kalt, kein Regen. Besser hätte es nicht sein können.

Nächstes Jahr findet der Leistungsvergleich in der Brandbekämpfung in der Gemeinde Heiligengrabe statt.

Von Uta Köhn

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