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Leitstelle schickt Retter in falsche Richtung

Unfall auf A 19 – zwei Verletzte Leitstelle schickt Retter in falsche Richtung

Ein Pkw ist am Mittwoch aus noch ungeklärter Ursache von der Autobahn 19 bei Wittstock abkommen und stürzte in einen Böschungsgraben. Zuvor hatte der Wagen die Leitplanke auf einer Länge von 50 Metern niedergewalzt. Zwei Personen wurden verletzt – und die Retter fuhren in die falsche Richtung. Das, obwohl manchmal die Minuten zählen.

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Die Feuerwehrleute mussten die Beifahrerseite komplett aufschneiden, ehe sie die zweite Person aus dem Wagen holen konnten.

Quelle: Feuerwehr

Wittstock. Um 13.55 Uhr schlug es am Mittwoch Alarm bei der Wittstocker Feuerwehr. Ein Pkw war nach rechts von der Autobahn abgekommen, dann in die Seitenschutzplanke gefahren und hatte diese auf einer Länge von fast 50 Metern niedergewalzt. Das Auto mit zwei älteren Insassen stürzte schließlich die Böschung hinunter und kopfüber in einen Böschungsgraben am Feldrand. Ein verletzter Insasse konnte das Unfallfahrzeug aus eigener Kraft verlassen. Der zweite aber war im Fußraum eingeklemmt und kam nicht mehr alleine aus dem Auto heraus.

Der Beifahrer war im Fußraum eingeklemmt

Der Beifahrer war im Fußraum eingeklemmt.

Quelle: Feuerwehr

Auf der Suche nach der Unfallstelle wurden die Retter jedoch in die falsche Richtung geschickt. Nach Informationen aus der Leitstelle in Potsdam sollte sich der Unfall auf der A 19 noch vor der sogenannten Tangente Wittstock ereignet haben sollte. Die 15 einsatzbereiten Feuerwehrkameraden aus Wittstock suchten jedoch vergeblich die A 19 vor der Anschlussstelle Wittstock bis hinter diese Anschlussstelle in Richtung Rostock ab. Einen Unfall konnten sie nicht finden. Wertvolle Rettungszeit verstrich, bis die Feuerwehr bei der weiteren Suche auf der Autobahn 19 in Richtung Rostock endlich nahe dem ehemaligen Autobahnrastplatz Belower Wald auf ein Unfallszenario traf, bei dem sofortige Hilfe für Verletzte benötigt wurde.

Ersthelferin hatte die Leitstelle Neubrandenburg erreicht

Die Helfer haben die beiden beifahrerseitigen Türen mit technischem Gerät heraustrennen und auch die B-Säule abschneiden müssen, um an den Verletzten heranzukommen. Den haben sie dann so behutsam wie möglich befreit und dem Rettungsdienst übergeben. Beide verletzten Personen kamen ins Krankenhaus. Der Feuerwehreinsatz war um 15.37 Uhr beendet.

Zu Beginn der Rettungsaktion am Unfallort kamen Feuerwehrleute mit den wartenden Rettungssanitätern und einer Ersthelferin an der Unfallstelle ins Gespräch und erfuhren von der Frau, dass diese die Leitstelle über den Verkehrsunfall benachrichtigt hatte. Sie habe als Unfallort präzise die Autobahn 19 in Fahrtrichtung Rostock am Kilometer 15 benannt. Leider sei sie aber mit ihrem Telefonnotruf in der Rettungsleitstelle Neubrandenburg gelandet.

Von Gerd-Peter Diederich

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