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Leos helfen Flüchtlingen

Neuruppin Leos helfen Flüchtlingen

Die Neuruppiner Leos sammelten bei örtlichen Gastronomen Spenden. Unter dem Motto „Genießen für einen guten Zweck – ein Euro tut nicht weh“ konnten Besucher nach ihrem Restaurant-Besuch etwas von ihrem übrig gebliebenen Geld spenden. Am Sonnabend übergaben sie dem Treskower Übergangswohnheim 500 Euro für eine Fahrradwerkstatt.

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Am Sonnabend übergaben die Neuruppiner Leos ihre Spende an das Treskower Übergangswohnheim.

Quelle: Cornelia Felsch

Neuruppin. Samim (13), Jafit (9) und der fünf Jahre alte Abraham sind große Fußballfans. Sie würden sich freuen, wenn von dem Spendenbetrag, den die Leos am Sonnabend im Treskower Übergangswohnheim der Leiterin Heike Lüdke überreichten, auch noch ein neuer Fußball abfallen würde. Doch erst einmal muss dringend eine neue Fahrradpumpe her. „Momentan müssen sich alle Bewohner eine Luftpumpe teilen“, sagt die Koordinatorin Stefanie Kühl-Kirsch.

Bereits zum vierten Mal starteten junge Leute des Neuruppiner Leo-Clubs Ende des vergangenen Jahres die Aktion „Thanksforgiving“ unter dem Motto „Genießen für den guten Zweck – ein Euro tut nicht weh“. Der Club wurde 2001 gegründet und zählt derzeit 10 Mitglieder im Alter von 15 bis 28 Jahren – Schüler, Studenten, Azubis, Zivis und einige bereits im Berufsleben stehende junge Menschen. In sieben Restaurants örtlicher Gastronomen stellten sie vom 27. November bis zum 23. Dezember 2017 Sparschweine auf, um Spenden zu sammeln. Die Gäste bekamen so die Gelegenheit nach einem genussreichen Gaststättenbesuch auch an andere Menschen zu denken. Beteiligt an diesem Projekt hatten sich das Hotel „Am alten Rhin“, Theos Steakhaus, Piazza Italia, Café Waldfrieden, Restaurant Rosengarten, Ristorante Stella Marina Neuruppin und das Restaurant Seeperle. „Viele Leute haben allerdings nicht nur einen Euro gespendet“, sagte das Leo-Mitglied Robert Kull. „Es waren auch viele Scheine in den Sparschweinen.“ 500 Euro kamen so zusammen, über die sich nun rund 200 Heimbewohner freuen können. Über die Frage, was mit dem Geld geschehen soll, braucht Heike Lüdke nicht lange nachzudenken. „Wir planen eine Fahrradwerkstatt. Die meisten Räder, die wir durch Spenden oder Versteigerungen bekommen, müssen noch überholt beziehungsweise repariert werden. Wir haben hier einen Fahrradspezialisten, der gern auch für seine Mitbewohner Räder repariert.“ Ersatzteile sind immer sehr begehrt, denn die Heimbewohner sind viel mit dem Fahrrad unterwegs.

Die beiden Frauen, die sich in Treskow um das Wohl der Flüchtlinge kümmern, haben auch noch andere Pläne. Im Eingangsbereich und vor dem Heim sollen Sitzgelegenheiten geschaffen und Blumen gepflanzt werden, denn der Frühling wird nicht mehr lange auf sich warten lassen. Dann lockt die Sonne die Menschen nach draußen.

Am Sonnabend bedankten sich nicht nur Landrat Ralf Reinhardt, Heike Lüdke und Stefanie Kühl-Kirsch bei den vier Leos, die den Scheck überreichten. Auch Abraham, Jafit und Samim freuten sich und begleiteten die Gäste beim kurzen Rundgang durch das Haus.

Von Cornelia Felsch

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