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Ostprignitz-Ruppin Lesefuchs in Wusterhausen
Lokales Ostprignitz-Ruppin Lesefuchs in Wusterhausen
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00:29 17.10.2015
Marianne Golde (l.) und Martina Pelzer sangen auch mit den Kindern. Quelle: Sandra Bels
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Wusterhausen

Taylor und Taleo sitzen am Tisch und malen einen Fuchs aus. Schön bunt soll er aussehen und später laminiert an einer Kette hängen. Vor ein paar Minuten waren die beiden Jungen noch Teil der Geschichte „Pippilo­thek??? – Eine Bibliothek wirkt Wunder“ und krochen im Alten Laden von Wusterhausen zusammen durch einen Reifen, suchten ein Buch und fingen eine kleine Maus.

Taylor und Taleo gehören zu den Vierjährigen aus der Gruppe von Erzieher Lars Giese der Kita „Regenbogen“ in Wusterhausen. Zusammen mit den anderen Kindern der Gruppe waren sie am Mittwoch in der Bibliothek zu Gast und erlebten einen spannenden Vormittag. Den gestalteten Marianne Golde und Martina Pelzer. Sie machen das ehrenamtlich, haben sich extra dafür ausbilden lassen.

Die Vierjährigen sahen zunächst das Bilderbuchkino zur Geschichte. Anschließend wurde sie nachgespielt. Dann kamen die Stifte auf den Tisch und später wurde noch gesungen und gespielt. Das Programm dauerte einen ganzen Vormittag, aber der verging für die Kinder wie im Flug. Nächste Woche Mittwoch kommen sie wieder. Dann erleben sie den zweiten Teil und bekommen ihre Fuchskette als Erinnerung an die Projekttage in der Bibliothek geschenkt.

Leinwand, Laptop und interaktive Stifte

Ihre Leiterin Kerstin Jonas hatte sich beim Bibliotheksverband für das Projekt namens „Lesen macht stark: Lesen und digitale Medien” beworben – als einzige Bibliothek im Landkreis Ostprignitz-Ruppin. Vom Fördergeld konnten unter anderem Beamer, Leinwand, Laptop, interaktive Stifte und Bücher dafür gekauft werden. „Das alles steht den Lesern der Bibliothek zur Verfügung, wenn das Projekt beendet ist“, sagt Kerstin Jonas.

Bei „Lesen macht stark“ geht es darum zu zeigen, dass auch die neuen Medien Bildung vermitteln können. Gefördert wird das vom Deutschen Bibliotheksverband, der Stiftung „Digitale Chancen” und vom Bundesbildungsministerium. Kerstin Jonas’ Konzept beinhaltet vor allem, die Allerjüngsten ans Buch heranzuführen. Sie begann damit bereits im November 2014. Im Februar und März wurden zwei weitere Veranstaltungen für Kitakinder in der Bibliothek durchgeführt.

Den Abschluss des Projektes machen nun die Vierjährigen. Wenn sie das zweite Mal in die Bibliothek kommen, dann können sie spielerisch moderne digitale Medien in der Bibliothek ausprobieren, zum Beispiel den Ting-Stift. Er liest aus einem Buch vor oder erklärt. Für Kerstin Jonas ist das eine tolle Alternative. „So nehmen die Kinder eben doch ein Buch zur Hand“, sagt sie.

Kooperationspartner sind für Kerstin Jonas die städtische Kita „Regenbogen” und der Förderverein der öffentlichen Bibliotheken im Landkreis Ostprignitz-Ruppin und natürlich die beiden Ehrenamtlerinnen. Sie überreichten den Kindern am Mittwoch zum Abschied das Buch für zu Hause und ein T-Shirt mit dem Lesefuchs aus der Geschichte. „Wir hoffen, ihr zieht es bei eurem nächsten Besuch in der Bibliothek an“, sagten die Frauen. Die Eltern, die vorher per Brief über das Leseförderprojekt informiert wurden und herzlich dazu eingeladen waren, ihren Kindern an beiden Tagen zuzuschauen, bekamen auch etwas: einen Antrag auf die Mitgliedschaft in der Bibliothek. Und wenn es um Literatur für Kinder geht, ist die sogar kostenlos.

Von Sandra Bels

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