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Ostprignitz-Ruppin Lesung mit Jutta Voigt
Lokales Ostprignitz-Ruppin Lesung mit Jutta Voigt
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00:17 09.11.2016
Jutta Voigt erzählt von der Boheme des Ostens. Quelle: Cornelia Felsch
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Rheinsberg

Der Rotwein in der DDR war eine Katastrophe und eigentlich nur zum Kochen zu gebrauchen. Als Bürger des östlichen Teil Deutschlands trank man ihn dennoch und das nicht nur in kleinen Mengen. In verfallenen Mietshäusern am Prenzlauer Berg aber auch in der Altstadt von Halle stand „Stierblut“ auf dem Tisch, wenn sich die Boheme des Ostens traf. Nun hielt der Rotwein Einzug in die Literatur.

„Stierblutjahre – Die Boheme des Ostens“, so lautet der Titel des Buches von Jutta Voigt, das gerade im Aufbau-Verlag erschienen ist. Am Sonnabend las die 1941 in Berlin geborene Journalistin und Autorin im Rheinsberger Kurt-Tucholsky-Literaturmuseum aus ihrem Werk. Mit ihrem Buch stieß sie auf reges Interesse bei den Besuchern der Langen Nacht der Künste. Der Chef des Literaturmuseums bemühte sich persönlich um zusätzliche Sitzgelegenheiten, um auch die späten Gäste noch unterzubringen.

Die Boheme traf sich in frühen DDR-Jahren im „Trichter“ am Schiffbauerdamm oder im Künstlerklub „Die Möwe“, dem Sündenbabel der Film- und Bühnenschaffenden. Zu Jazz, Swing und Presleys „Only You“ tanzte Angelica Domröse im Leoparden-Kleid, und Ekkehard Schall riss einer Frau den Reißverschluss ihres Kleides auf. Die Künstler, die im öffentlichen Leben stark reglementiert wurden, wollten sich wenigstens außerhalb der Öffentlichkeit dem Übermut hingeben. Ihre Opposition war das Anderssein. Jutta Voigt war damals unter ihnen und erlebte den Aufbruch und die Suche nach dem richtigen Leben. Sie wird mit ihrem Buch zur Chronistin.

Von Cornelia Felsch

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