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Letzte Probe vor dem Regionalausscheid

Neuruppin Letzte Probe vor dem Regionalausscheid

Noch eine Woche, dann wird es ernst. Am 19./20. Januar findet in Rathenow der Regional-Wettbewerb von „Jugend musiziert“ statt. Viele Schüler der Kreismusikschule Neuruppin werden dabei sein. Am Sonnabend stellten die Holz- und Blechbläser, die Cellisten und Pianisten ihr Wettbewerbsprogramm vor.

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Emma Wielgosz (l.) und Talea Petrick spielen zwar nicht das erste Mal bei Jugend musiziert – jedoch das erste Mal gemeinsam.

Quelle: Regine Buddeke

Neuruppin. Ob „Hundi“ ein echter Glücksbringer ist? Alice Dodul hat sich ihr kleines Kuscheltier-Maskottchen mitgebracht, damit ihr die Noten glatt und flüssig aus den Fingern gleiten. Die siebenjährige Schülerin aus Neuruppin, die erst seit einem Jahr Klavierunterricht in der Kreismusikschule nimmt, hat auch fleißig geübt – genau wie ihre Mitspielerin Luisa Schuck. Die beiden Mädchen werden den Kreis Ostprignitz-Ruppin beim Regional-Ausscheid von „Jugend musiziert“ vertreten, der am kommenden Wochenende in Rathenow stattfindet. Das Klavier-Duo ist dort in bester Gesellschaft. „Wir haben einen Sack voll Musikschüler dabei“, sagt Harald Bölk, Musikschulleiter und Lehrer für die Blechbläser, der schon einige seiner Schüler bis in den Bundeswettbewerb geführt hat. Am Sonnabend proben viele der Teilnehmer noch einmal ihre Wettbewerbsbeiträge – bei einem öffentlichen Konzert, das allerdings zumeist nur von den begleitenden Eltern besucht war. Zum Auftritt gehört auch das Ansagen der Stücke vor dem Vortrag und das abschließende Verbeugen – klar, denn den Applaus gibts auch schon für die Kleinsten.

Cajetan Abtmeyer spielt das Tenorhorn

Cajetan Abtmeyer spielt das Tenorhorn.

Quelle: Regine Buddeke

Während die Instrumentalisten der ersten Gruppe im Saal schon konzentriert ihre Stücke vortragen, spielen sich Emma Wielgosz und Talea Petrick in den Probenräumen erst warm. Die beiden Mädchen sind ein Cello-Klavier-Duo und spielen in dieser Konstellation das erste Mal zusammen bei „Jugend musiziert“ – in anderer Besetzung haben sie indes schon am Wettbewerb teilgenommen. Die elfjährige Emma ist die Tochter von zwei Klavierlehrern und hat das Piano quasi mit der Muttermilch eingesogen. „Ich mag Klavier sehr und spiele bei Jugend musiziert, seit ich sieben bin. Einmal habe ich die Höchstpunktzahl bekommen“, sagt die Putlitzerin, die mit Talea befreundet ist, solange sie denken kann. Auch sie hat sich schon am Cello versucht, bevor das Klavier die Oberhand gewann. Sie übt, so sagt sie, regelmäßig – versucht aber auch Zeit für ihre anderen Hobbys zu finden – das sind nicht wenige. „Ich gehe zum Ballett, ich singe, ich reite und außerdem lese ich gern“, sagt die Sechstklässlerin. Volles Programm – glücklicherweise teilen die beiden Mädchen einige der Hobbys, so dass die Freundschaft nicht zu kurz kommt.

Luisa Schuck und Alice Dodul sind die jüngsten Teilnehmer

Luisa Schuck und Alice Dodul sind die jüngsten Teilnehmer.

Quelle: Regine Buddeke

Talea ist durch Emma zum Cello gekommen, erzählt sie. Mit vier Jahren hat sie begonnen. Nebenher spielt sie aber auch gern Klavier. „Ich versuche, jeden Tag Cello zu üben. Aber manchmal haben wir ziemlich viele Proben und Konzerte, dann schaffe ich es nicht.“ Gemeinsam spielen die beiden Mädchen beim Wettbewerb Julius Klengels Sonatina c-Moll, eine Barcarole von Tschaikowski und den Tanz der Derwische von Raadik Tainer – ein anspruchsvolles Programm. „Ich wünsche mir, mal den Tanz der Zuckerfee aus dem ’Nussknacker’ zu spielen“, sagt Emma Wielgosz noch, dann müssen die Mädchen mit den anderen in den Saal.

Matthis Segebarth wird den Kreis an der Trompete und am Klavier vertreten

Matthis Segebarth wird den Kreis an der Trompete und am Klavier vertreten.

Quelle: Regine Buddeke

Die zweite Runde eröffnen Alice Dodul und Luisa Schuck. „Wir spielen einen traurigen Walzer, den Schlittschuhtanz, einen Schnelltanz, einen Ragtime. Und den weißen Hasen“, sagt eine der beiden an. Die Mädchen spielen, das Lampenfieber vor dem Auftritt ist voller Konzentration gewichen. Beherzt spielen sich die kleinen Pianistinnen durch ihr Programm – alles klappt. Tiefes Luftholen, erleichterte Verbeugung. Alice eilt zu ihrem Vater und zu „Hundi“. Der Glücksbringer hat gewirkt – und wird dasselbe hoffentlich auch beim Wettbewerb tun. Noch eine Woche Zeit zum Üben: dann geht es vor die Jury.

Von Regine Buddeke

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