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Letzte Ruhe in der Urne und im Diamanten

Blandikow Letzte Ruhe in der Urne und im Diamanten

Fragen zu Bestattung und Testament standen in der Kirche in Blandikow auf dem Programm. Die Kirchengemeinde holte sich mit Bestatter Tilo Brüsehafer und Notarin Dorit Pajunk Fachleute ins Boot. Recht unbefangen standen beide mit dem Publikum im Gespräch. Selbst im Diamanten oder im Weltraum kann man seine letzte Ruhe finden.

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Dorit Pajunk und Tilo Brüsehafer bauten beim Vortrag Hemmschwellen ab.

Quelle: Christamaria Ruch

Blandikow. „Viele Menschen setzen sich mit dem Thema Tod nur ungern auseinander“, sagt Monika Pehlgrim vom Gemeindekirchenrat in Blandikow. Daraufhin entstand die Idee, Wissen rund um den letzten Weg im Rahmen einer Veranstaltung zu vermitteln. „Wir möchten einfach grundlegend informieren“, so Pehlgrim. Ins Boot holte sich die Kirchengemeinde Blandikow am Mittwoch den Bestatter Tilo Brüsehafer sowie die Notarin Dorit Pajunk. Beide sind in Wittstock tätig.

Auch wenn nur 15 Besucher aus dem Pfarrsprengel Papenbruch der Einladung in die Blandikower Kirche folgten, bauten Tilo Brüsehafer und Dorit Pajunk mit ihren unbefangenen Vorträgen Berührungsängste ab. „Jede Form der Bestattung ist möglich“, sagte er.

Brüsehafer verwies auch auf die Möglichkeiten der Seebestattung, im Ruheforst oder als Luftbestattung im Weltraum sowie im Diamanten. Bei den beiden letztgenannten Formen landen dort nur gut zehn Prozent der Asche. Die anderen 90 Prozent müssen regulär auf dem Friedhof bestattet werden.

Trend in Richtung Ruheforst

Wenn von Bestattungstrends gesprochen wird, gehen diese laut Brüsehafer in Richtung Urne im Ruheforst. Generell beobachtet er: „80 Prozent der Verstorbenen werden mittlerweile als Urne bestattet und 20 Prozent im Sarg.“ Ihm ist wichtig, auf die Wünsche der Angehörigen einzugehen. Dennoch: „Blumen sagen viel aus, Rede und Musik sind wichtig – und angemessene Kleidung.“ Mittlerweile stören aber regelmäßig auch Mobiltelefone eine Trauerfeier. Fragen aus dem Publikum gingen dahin, ob man auch zu Hause unter einem Baum als Urne die letzte Ruhe finden oder die Urne in die heimische Schrankwand kommen darf. Beides verneinte Brüsehafer.

Pfarrer Berthold Schirge wies auf das Bedürfnis des Abschiednehmens hin. Auch wenn mittlerweile nicht mehr für jeden Verstorbenen eine Trauerfeier abgehalten wird, sind diese Rituale notwendig.

Notar verfasst rechtssicheres Testament

Notarin Dorit Pajunk ging auf Themen wie Testament, Schenkung und Vorsorgevollmacht ein. Es gibt viele verschiedene Gründe, ein Testament aufzusetzen. Neben dem notariellen Testament ist auch ein handschriftlich Verfasstes möglich. Allerdings gibt das beim Notar aufgesetzte Testament die Gewähr, dass es rechtssicher formuliert ist. Dieses wird verschlossen und versiegelt beim Nachlassgericht hinterlegt.

Von Christamaria Ruch

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