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Letzte Ruhestätte nun ganz anonym möglich

Sewekow Letzte Ruhestätte nun ganz anonym möglich

Zwei Jahre hat die Neugestaltung des Friedhofs in Sewekow gedauert. In der Zeit wurden auch der Zaun und die Trauerhalle erneuert. Den Anstoß dazu hatte der Wunsch nach einer anonymen Urnen-Gemeinschaftsanlage gegeben, die nun fertig ist. Zuletzt wurden drei Holzstelen errichtet, über deren Gestaltung der Ortsbeirat auf seiner Sitzung sprach.

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Die anonyme Urnengrabanlage auf dem Friedhof in Sewekow ist ab sofort nutzbar.

Quelle: Christian Bark

Sewekow. Sarg- und Urnenbestattungen waren in Sewkow schon vorher möglich. Nun können Gestorbene auch anonym in einer Urne ihre letzte Ruhe auf dem Friedhof finden. „Das geht mit oder ohne Namenstafel“, erklärte Sewekows Ortsvorsteher Martin Schäfer im MAZ-Gespräch.

Gut zwei Jahre habe die Umgestaltung des Friedhofs gedauert. Unter anderem wurden Zaun und Trauerhalle erneuert. Martin Schäfer zufolge sei der Wunsch nach einer anonymen Gemeinschaftsgrabanlage damals der Auslöser für eine Reihe an Umgestaltungen des Friedhofs gewesen. „Bisher mussten Verstorbene mit einem solchen Bestattungswunsch immer in Wittstock beigesetzt werden“, erklärte der Ortsvorsteher. Mit Aufstellung dreier hölzerner Stelen, von denen er zwei gespendet hätte, sei die neue Bestattungsart nun ab sofort im Dorf möglich.

Der Ortsbeirat um Martin Schäfer (Mitte) sprach über die Stelengestaltung

Der Ortsbeirat um Martin Schäfer (Mitte) sprach über die Stelengestaltung.

Quelle: Christian Bark

„Es ist alles so geworden, wie wir uns das vorgestellt hatten“, konstatierte Martin Schäfer bei der jüngsten Sitzung des Ortsbeirats in der vergangenen Woche. Wenngleich die knapp zwei Meter hohe Stele für die Namenstafeln sehr viel Platz aufweisen würden. „Die bekommen wir in diesem Leben bestimmt nicht mehr voll“, witzelte der Ortsvorsteher. Er und seine beiden Beiratsmitglieder berieten an dem Abend über die Gestaltung der Stelen. Auf die Namenstafeln sollten zumindest die wichtigsten Informationen wie Name, Titel, Geburts- und Sterbedatum. „Vielleicht ist noch Platz für einen kurzen Satz zum Verstorbenen“, sagte Martin Schäfer. „Wichtig ist, dass die Platten einheitlich gestaltet werden und niemand übervorteilt wird“, betonte das Ortsbeiratsmitglied Jürgen Mendel.

Auch die Gestaltung der beiden nebeneinander stehenden Stelen beschäftigte den Ortsbeirat. Möglicherweise diene eine Stele für ein Ornament wie eine Rose oder Muschel, die andere für einen trostspendenden Spruch wie: „Der Tod ist der Grenzstein des Lebens, aber nicht der Liebe.“ Dieser könnte in gusseisernen Lettern angebracht werden. Jürgen Mendels Vorschlag zufolge könnte eine Spruch auch auf einer gusseisernen Platte verewigt und zwischen beiden Stelen, also wie eine Brücke, befestigt werden. „Das ist unsere nächste Aufgabe, da eine Lösung zu finden“, sagte Martin Schäfer.

Der Ortsbeirat will die Gestaltung zeitnah umsetzen mithilfe des Wittstocker Steinmetzes Guido Pohlmann.

Von Christian Bark

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