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Ostprignitz-Ruppin Letzte Simson-Spartakiade in Dreetz
Lokales Ostprignitz-Ruppin Letzte Simson-Spartakiade in Dreetz
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00:29 05.08.2015
Simson S 51 in der Nostalgie-Klasse: 3,7 PS, knallharter Wettkampf und bemerkenswert wenig Geräusch. Quelle: Alexander Beckmann
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Dreetz

Mordsgaudi, ein bisschen Leistungssport und ein gehöriges Stück Schrauberhimmel – das macht die Dreetzer Simson-Spartakiade aus. Am Sonnabend lockte das Spektakel wieder Hunderte Besucher aller Altersgruppen auf das Motorsportgelände des MC Dreetz.

Die Faszination der Zweiradmarke Simson scheint auch über ein Jahrzehnt nach ihrem kommerziellen Ende ungebrochen. Die Mofas der 50er und 60er Jahre (SR 2) und ihre teils wild kostümierten Fahrer sind in Dreetz immer noch für Begeisterungsstürme gut. Schwalbe und S 51 wecken nostalgische Gefühle. Und die hochgezüchteten Gespanne, die bis zu 30 PS aus ihren Einzylinder-Zweitaktmotoren pressen, sind einfach nur erstaunlich: Da gehen kindlicher Basteltrieb und Technikverstand eine kaum zu übertreffende Allianz ein. Die Simson ist simpel, robust und verhältnismäßig leicht verfügbar. Mit der Simson kann man fast alles machen. Sowieso gilt hier: Je kleiner das Geld, desto größer der Sport.

Die Zuschauer kamen ins Schwärmen. Quelle: Beckmann

Wieder war in Dreetz alles bestens vorbereitet: der Rundkurs auf der Wiese, die Startklassen und Läufe, die Moderation, die Versorgung, sogar das Wetter. Schließlich war diese 10. Simson-Spartakiade ein wichtiger Jahrestag – und leider auch der letzte.

Das Ende der Veranstaltungsreihe sei beschlossene Sache, versichert Organisatorin Ina Bornfleth von den „Simmi Racern“, einem Freundeskreis innerhalb des MC Dreetz.

Begonnen hatte alles vor zwölf Jahren, als eine Handvoll Dreetzer Motorsportler auf die Idee kam, mit selbstgebauten Gespannen beim Simsoncup am Bodensee zu starten. Im November 2005 gab es das erste Rennen in Dreetz selbst: Sechs Gespanne und drei Solomopeds drehten ihre Kreise auf dem provisorisch abgesteckten Rundkurs. Weil schon dieses erste, inoffizielle Rennen so viele neugierige Besucher anzog, entschlossen sich die „Simmi Racer“ und der MC Dreetz, im August 2006, die erste Simson-Spartakiade zu veranstalten.

Am vergangenen Sonnabend war es nun die letzte. „Man kann’s kurz zusammenfassen: Ich kann nicht mehr“, sagt Ina Bornfleth. Trotz aller Unterstützung durch die anderen „Simmi Racer“ und den MC Dreetz. „Ohne die hätte man’s gar nicht machen können. Und zehn Mal, das ist doch eine gute Zahl.“

Ihre eigene Simson will Ina Bornfleth aber behalten. „Die fährt hier heute auch mit.“ Eine silberne S 51 in der Nostalgie-Klasse. Sie selbst sei als Fahrerin nicht talentiert. Die „Simmi Racer“ wollen trotzdem weiter bei Rennen antreten – bloß eben außerhalb.

Von Alexander Beckmann

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