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Licht, Luft und Sonne für den Park

Wittstock Licht, Luft und Sonne für den Park

Der Friedrich-Ebert-Park in Wittstock wird zurzeit grundlegend in Form gebracht. Büsche und Bäume werden konsequent zurückgeschnitten. Das alles verlangt Gärtnermeister Bernd Haase und seinen Mitarbeitern einiges ab.

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Gärtnermeister Bernd Haase inmitten von Wildwuchs im Friedrich-Ebert-Park, der Stück für Stück einer Gestaltung weicht.

Quelle: Björn Wagener

Wittstock. Ein Kampf wird zurzeit im Friedrich-Ebert-Park in Wittstock ausgetragen. Doch der Sieger steht bereits fest: Friedhofsgärtnermeister Bernd Haase und seine Mitarbeiter. Dennoch ist der Gegner nicht zu unterschätzen und bäumt sich buchstäblich auf. Es handelt sich um das wuchernde Buschwerk, das sich viele Jahre lang im Park weitgehend ungehindert ausbreiten konnte. Denn Eingriffe in das Bodendenkmal Friedrich-Ebert-Park beschränkten sich bislang nur auf dezente Einsätze mit der Heckenschere. „An einige Büsche müssen wir uns mit der Motorsäge überhaupt erst einmal so weit heranarbeiten, dass wir sie beschneiden können“, sagt Bernd Haase, der dabei Hand anlegt und Totholz aus dem Buschwerk zieht. Letzteres zu entfernen, sei nicht nur aus optischen Gründen besonders wichtig. Denn es können sich darin Pilze befinden, die eine neue Bepflanzung gefährden würden, wenn sie sich auf diese übertrügen. Außerdem gehe es darum, vorhandenen Buschen und Sträuchern wie Schneebeere, Kornkirsche, Pfaffenhütchen oder Haselnuss wieder mehr Licht und Luft zu verschaffen, damit sie sich besser entwickeln und als solche überhaupt wieder wahrgenommen werden.

Ganz neue Ansichten

„So entstehen wieder Sichtachsen. Ich kann jetzt Dinge erkennen, die ich vorher gar nicht mehr gesehen habe“, sagt Haase. Schließlich sind nun auch die Wege wieder besser auszumachen, was Spaziergängern die Orientierung erleichtern dürfte. Das herausgeschnittene Buschwerk verteilt sich aufgehäuft im gesamten Park – beinahe wie Wollmäuse im Großformat.

Möglich wird dieser Eingriff dank der bevorstehenden Landesgartenschau (Laga), die am 18. April 2019 in Wittstock eröffnet wird. Der Ebertpark ist dabei eines der Mosaiksteinschen, die sich dann zu einem blühenden Gesamtkunstwerk zusammenfügen sollen. Die ersten Schritte sind bereits getan, aber vieles steht noch aus. Dabei werde Schritt für Schritt vorgegangen. Das heißt, wenn bestimmte Arbeitsstufen erreicht sind, werde geschaut, ob vorhandener Bewuchs zum Teil als optisches Element genutzt werden kann, an dem der Blick gern mal einen Moment lang hängen bleiben darf. Wo das eventuell möglich wäre – etwa im Uferbereich der Glinze – werde bei Begehungen mit Landschaftsarchitekten des Berliner Büros Sinai festgelegt, berichtet Bernd Haase.

Planer haben viel vor

Das Büro Sinai hat die Planung für die Umgestaltung des Burg- und Bleichwallgeländes und des Friedrich-Ebert-Parks übernommen. „Wir wollen ihn zu einem Park des Aufenthalts machen“, sagt Landschaftsarchitekt Bernhard Schwarz von Sinai. Bisher werde er lediglich als Durchgangsmöglichkeit genutzt. Geändert werden solle das durch eine Reihe von Verbesserungen. Geplant seien mehr Sitzplätze an den Wegen; der Neubau eines Weges an der Glinze; die Schaffung eines hölzernen Sitzplatzes am Ufer, der ein „Gefühl des Schwebens“ vermitteln soll; eine blütenreiche Feuchtwiese und die Bepflanzung des Uferbereiches mit feuchtliebenden Stauden. „Die Glinze soll wieder erlebbar werden“, sagt Bernhard Schwarz. Darüber hinaus werde der Spielplatz an der Kyritzer Straße erweitert. Generell solle der heute eher düster daherkommende Park künftig freundlich und einladend wirken.

Die ersten Rückschnittarbeiten würden noch im März beendet, so Bernhard Schwarz. Nach einer Pause werde es voraussichtlich im August mit weiteren Gestaltungsarbeiten und dem Wegebau weitergehen. „Das wird eine ganz tolle Gartenschau in Wittstock“, schürt der Landschaftsarchitekt die Vorfreude.

Von Björn Wagener

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