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Ostprignitz-Ruppin „Lieder-liches“ Kabarett in Rheinsberg
Lokales Ostprignitz-Ruppin „Lieder-liches“ Kabarett in Rheinsberg
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19:07 05.03.2016
Pegasuse alias Ute Apitz schwadroniert über die Vorzüge des Single-Daseins. Quelle: Regine Buddeke
Rheinsberg

„Bein Jriechen jabs n Flüjelross, die Krejatur hieß Pegasos“.So heißt es in einem Gedicht von Ute Apitz, in dem sie erklärt, warum sie auf der Bühne Pegasuse heißt – der Reim auf Muse kommt nicht von ungefähr. Das biblische Vieh gilt im übertragenen Sinne als das Dichterross, ein vom Lyriker gerittenes Sinnbild der Dichtkunst. Und Ute Apitz liebt es zu dichten – sie lässt die 20 Zuhörer, die am Freitagabend in die Rheinsberger Musikbrennerei gekommen sind, teilhaben an ihrer überbordenden Fantasie.

Klingelnd und rasselnd tänzelt sie – sich schlangengleich windend – im Bauchtänzerinnen-Röckchen zur Bühne. Ein Sinnbild für das verführerische Weib, dem sie indes alsbald den Riegel vorschiebt, das Röckchen ablegt und in dominant-kerniger Lederhose den Gegentyp an Weiblichkeit verkörpert. Doch auch das ist nicht das Ende der Metamorphose: Sommerkleid übergestreift, ins Kanzlerinnenjäckchen geschlüpft und die – sorry – biedere Graue-Maus-Perücke aufgestülpt: das ist die wahre Pegasuse? Die Frau die sich nicht traut? Ute Apitz traut sich.

Warum nicht singen? Immerhin hat Pegasuse ja einen Gesangslehrer, wie sie bekennt Quelle: Buddeke

„Ich bin eine Unfrau“, verkündet sie. „Unzufrieden, unanständig, unabhängig, unbestechlich, unangepasst, unverheiratet. „Und unwiderstehlich“, fasst sie es zusammen und bringt damit ihr Kabarettprogramm schon gleich auf den Punkt. Denn Frau ist – ganz egal, wie sie sich grade fühlt – etwas Besonderes. Da lässt sich Pegasuse nichts mehr vormachen. Schon weil ihr Therapeut ihr geraten hat, „ick soll mir zeijen – und ick soll mir leiden“, plaudert sie im ersten Song ihres „lieder-lichen“ Programms, in dem sie frank und frei Schnauze und im schönsten Brandenburger Dialekt darüber schwadroniert, „dat dat Alleenesein ooch seinen Reiz hat.“ Obschon – so ganz ohne Männer sei das Leben auch nicht das Wahre. Bei ihrem Gesangslehrer könne sie schon schwach werden: „Der hat ma beijebracht, wat ick mit meenem Schambein allet machen kann“, seufzt sie und meint damit die richtige Position beim Singen. Aber mit den Prinzen sei das so eine Sache: Wo bitte schön bekomme man denn heute noch so einen echten Helden oder Ritter her, wie es sie früher noch gegeben hat. Einen, der zärtlich und zupackend ist und der Frau auf Händen trägt. „Heut hamses doch alle mitm Kreuz“, wettert sie und bringt es auf den Punkt: Egal ob einer dich auf Händen trägt oder auf den Arm nimmt – den Boden unter den Füßen verliert man auf jeden Fall. „Davon kann ick n Lied singen“, sagt sie und tut es. Dass sie ab und an den Textfaden verliert, trägt sie mit Fassung und Blick ins Manuskript. Und hat dem Thema Vergesslichkeit gleich einen eigenen Programmpunkt gewidmet. Den sie – wie alles andere – mit wohldosierter Mimik, spitzen Pointen und sympathischen Ecken und Kanten ins Publikum haucht, kräht, wettert und jubelt.

Ob graue Maus oder große Diva: Frau hat viele Gesichter

„Ich bin halt kein Profi – auch kein Amateur. Irgendwas dazwischen“, sagt sie über sich und erzählt, dass sie schon immer mit dem Kabarett geliebäugelt hat. Vor drei Jahren hat sich Ute Apitz, die in einem Dorf bei Potsdam lebt, getraut und bespielt jetzt die Bühnen in Brandenburg. „Kleinkunst halt“, sagt sie, die früher mal ganz bürgerlich in einem Telekommunikationsunternehmen tätig war. „Ich will nicht berühmt werden. Und nicht ins Fernsehen“, sagt sie bescheiden. Und setzt an zu „Pizza, Pasta“ – einem Streifzug durch die Welt italienischer Genüsse. Wenn sie gedehnt „Risotto alla Carbonara“ sagt, klingt das wie der Inbegriff der Lust schlechthin.

Von Regine Buddeke

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