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Ostprignitz-Ruppin Lindow: B-Plan im Windeignungsgebiet
Lokales Ostprignitz-Ruppin Lindow: B-Plan im Windeignungsgebiet
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00:17 30.05.2016
Windräder bei Neuruppin. Quelle: Peter Geisler
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Lindow

Es sei ein heikles Thema, schwor Lindows Amtsdirektor Danilo Lieske die Stadtverordneten am Donnerstag auf den möglichen „Windpark Schönberg“ ein. Es habe bereits eine Vordiskussion im Bauausschuss gegeben, ob seitens der Stadt ein Bebauungsplan sinnvoll sei. Es dreht sich speziell um den auf Schönberger Gebiet befindlichen Teil des Windeignungsgebietes 33, das zu großen Teilen auf Herzberger Gemarkung liege. Die Herzberger haben inzwischen einen B-Plan aufgestellt und im gleichen Atemzug eine Veränderungssperre erlassen: Nicht, weil sie dringend Windräder wollen, sondern weil sie Einfluss auf die Investorenpläne nehmen wollen – sowohl was Anzahl, Streuung, als auch Abstand und Höhe der Anlagen betrifft.

Dass Windräder nicht ohne weiteres abgelehnt werden können, ist auch Lieske bewusst. Durch den ausgelegten ersten Entwurf des Regionalplans, den das Land erarbeitet hat, fürchten viele Kommunen einen Wildwuchs der Windräder – die Investoren warten nur darauf, ihre Bauanträge zu stellen. Einige liegen bereits vor.

Da sich das betreffende Windeignungsgebiet nicht ausschließlich auf Herzberger Gemarkung befindet, sondern auch den Lindower Ortsteils Schönberg betreffe, solle am besten auch Lindow einen B-Plan mit gleichzeitiger Veränderungssperre erlassen, wirbt er. „Das gibt uns die Möglichkeit, die Windanlagen planerisch zu steuern und auf den Regionalplan des Landes zu reagieren“, erläutert er. Zudem sei es sinnvoll, den Gleichklang der Planung zu ermöglichen. „Die zweite Auslegung des ersten Entwurfes wird im Herbst erfolgen“, weist er auf die Möglichkeit hin, dass das Land beim Regionalplan eventuell noch nachbessern muss. „Sollte es dann noch Änderungen geben, sind wir mit Herzberg im Schulterschluss.“

Lieske verspricht, in der nächsten Sitzung die betreffenden Flurstücke zu benennen. „Um zu sehen, um welche Gebiete es konkret geht.“ Im Bauausschuss sei die Abstimmung zwar nicht einstimmig gewesen – ungeachtet dessen habe der Bauausschuss die Empfehlung ausgesprochen, einen B-Plan zu erstellen. Der schließe sich die Verwaltung an. Herzberg habe einen Fachanwalt hinzugezogen – auch dieser habe gleiches gesagt. Wer steuern wolle, müsse die Instrumente dazu selbst in die Hand nehmen. Auch wenn Bund und Land derzeit zurückhaltender seien: „Trotzdem müssen wir Schritte einleiten. Sonst flattern uns plötzlich noch mehr Bauanträge ins Haus“, mahnte Lieske. Die Stadtverordneten sahen das ebenso und votierten für den B-Plan.

Von Regine Buddeke

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