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Lindow: Neue Wege für den Nachwuchs

Mitgliederschwund bei der Jugendwehr Lindow: Neue Wege für den Nachwuchs

Die Jugendfeuerwehren in sieben von zehn Regionen Ostprignitz-Ruppins haben 2015 Mitglieder verloren. Die Nachwuchswehr in der Kreisstadt Neuruppin bleibt mit 97 Mädchen und Jungen die größte Jugendfeuerwehr. Doch auch sie hat weniger Jugendliche als vor einem Jahr. Anders sieht es bei den Jugendwehren in Rheinsberg, Lindow und Heiligengrabe aus.

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Zugunsten der Neuruppiner Jugendfeuerwehr wurde im vergangenen Jahr auch schon mal ein Auto über den Schulplatz gezogen.

Quelle: Peter Geisler

Neuruppin. Die Neuruppiner Jugendfeuerwehr ist weiterhin die mitgliederstärkste Nachwuchswehr in Ostprignitz-Ruppin. 97 Mädchen und Jungen lernen in der Fontanestadt das Feuerwehrhandwerk. Allerdings waren es vor einem Jahr noch mehr als 100. Wie fast alle Jugendfeuerwehren im Landkreis leidet ebenfalls die Neuruppiner unter einem Mitgliederschwund. Was Kreisbrandmeister Wolfgang Hohenwald besonders bedenklich dabei stimmt: Von 100 Jugendlichen, die im vergangenen Jahr aus einer Jugendfeuerwehr in Ostprignitz-Ruppin ausgetreten sind, erklärten 39, dass sie einfach keine Lust mehr haben. „Das tut uns weh“, sagte Hohenwald. Schließlich könnte das bedeuten, dass die Ausbildung für die jungen Feuerwehrleute nicht abwechslungsreich und spannend genug gestaltet wird. „Wir müssen mit den Betreuern reden und daran arbeiten“, so Hohenwald.

Die Jugendfeuerwehr in Rheinsberg gehört indes zu den drei Nachwuchswehren im Landkreis, die sich im vergangenen Jahr verstärken konnten, und zwar um elf auf 88 künftige Brandschützer. Stadtbrandmeister Fred Kuball führt das vor allem auf eine Aktion der Linower Wehr zurück. Diese hatte alle Eltern im Ort angeschrieben und sie mit ihren Kindern für einen Nachmittag zur Feuerwehr eingeladen. Das Ergebnis lässt sich sehen: Das gut 300 Einwohner zählende Linow hat eine Jugendwehr mit 22 Kindern. „Das ist schon eine Menge“, freut sich Kuball. Nun gelte es aber, die Ausbildung stets interessant und vielfältig zu gestalten, sagt er. Sonst könnte es sein, dass viele der Kinder und Jugendlichen wieder abspringen.

Ein gemeinsamer Ausflug schweißt zusammen

Dieser Gefahr ist sich auch Anne-Katrin Fengler bewusst. Sie arbeitet seit knapp einem Jahr bei der Gemeinde Heiligengrabe und betreut unter anderem die Arbeitsgemeinschaft Feuerwehr, die in der Grundschule in Heiligengrabe gegründet wurde. „Wir mussten was tun, damit die Feuerwehr gestärkt wird“, sagte Bürgermeister Holger Kippenhahn. Die Jugendfeuerwehr hat 50 Mitglieder, zehn mehr als vor einem Jahr. Neben dem normalen Ausbildungsprogramm gab es im Vorjahr auch eine Fahrt in den Heidepark Soltau. „Das spricht sich rum und schweißt zusammen“, so Fengler.

Dem stimmt Vera Döring zu. Die stellvertretende Amtsjugendwartin von Lindow sieht aber noch einen anderen Punkt. „Wir sollten den Kindern zeigen, dass sie wichtig sind.“ Lindows Jugendwehr hilft deshalb beispielsweise beim Absichern der Umzüge zum Volksangeltag und zum Martinsfest. Zudem gibt es neben der normalen Ausbildung auch mal einen Badenachmittag. Die Lindower Jugendfeuerwehr hat 31 Mitglieder, acht mehr als vor einem Jahr.

Von Andreas Vogel

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