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Lindow: Protest gegen Flüchtlinge

Zweiter Abendspaziergang zur Asylpolitik Lindow: Protest gegen Flüchtlinge

Zum zweiten Mal wollen Lindower am Sonnabend gegen die Aufnahme von Flüchtlingen in ihrem Ort protestieren. Bereits am 31. Oktober waren etwa 70 „besorgte Bürger“ durch die Stadt gezogen, unter ihnen auch der NPD-Mann Dave Trick. Sie stören sich vor allem daran, dass Kinder auf dem Weg zur Kita bald an einem Flüchtlingswohnheim vorbeilaufen sollen.

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Sie nennen sich besorgte Bürger und sind erst vor Kurzem gegen die Aufnahme von Flüchtlingen auf die Straße gegangen.

Quelle: Peter Geisler

Lindow. In Lindow ist zum zweiten Mal eine Demonstration gegen die Aufnahme von Flüchtlingen angemeldet worden. Die Demo soll am Sonnabend, 21. November, stattfinden. Die Polizei gibt auf Anfrage keine Auskunft über Ort und Uhrzeit des Protestes. Dörte Röhrs von der Polizei bestätigt nur, dass eine Demo angemeldet ist.

Zahlreiche Demonstranten stellten sich den Asylkritikern entgegen

Zahlreiche Demonstranten stellten sich den Asylkritikern entgegen.

Quelle: Peter Geisler

Laut einem Facebook-Eintrag beginnt die Demonstration wieder um 13 Uhr am Friedhof. Am 31. Oktober waren erstmals rund 70 „besorgte Bürger“ durch Lindow gezogen, darunter auch der Neuruppiner NPD-Stadtverordnete Dave Trick. Ihnen stand die gleiche Zahl Gegendemonstranten gegenüber (die MAZ berichtete). „Der Kampf geht weiter. Wir werden nicht aufgeben“, steht nun in dem erneuten Aufruf der Asyl­gegner. Am Reformationstag hatten die Organisatoren Mike Eipel und Ralf Mahler aus Lindow vor allem dagegen protestiert, dass Kinder auf dem Weg zum Kindergarten bald an einem Flüchtlingsheim vorbeilaufen sollen. Die Stadt hatte beschlossen, dem Landkreis zwei leer stehende ehemalige Kita-Gebäude als Flüchtlingsunterkunft anzubieten – weil sonst zu befürchten steht, dass der Kreis die Turnhalle oder das Bürgerhaus als Notunterkunft requiriert.

Bisher lebt kein Flüchtling in der Drei-Seen-Stadt. Auch am 21. November ist mit einer Gegendemo zu rechnen, wie die MAZ erfuhr. Amtsdirektor Danilo Lieske kann sich zudem eine Party mit Glühwein vor dem Rathaus vorstellen. Gerüchte, eine Gegendemo sei nicht möglich, weil die „besorgten Bürger“ ihre Demo für das gesamte Stadtgebiet angemeldet hätten, nennt die Polizei falsch.

Von Christian Schmettow

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