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Ostprignitz-Ruppin Lindow feiert maritim
Lokales Ostprignitz-Ruppin Lindow feiert maritim
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00:27 12.08.2015
Der Hut verrät es – die Queen gibt sich die Ehre. Und landet damit bei dem Bootskorso auf dem Siegertreppchen. Quelle: Regine Buddeke
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Lindow

Eckhard Döblitz redet sich den Mund fusselig. „Schön einreihen, keine Extratouren“, ermahnt er die 15 Hobby-Kapitäne, die sich mit ihren geschmückten Booten an der abendlichen Korsofahrt auf dem Gudelacksee beteiligen. Döblitz steuert das Juryboot, auf dem auch Andrina Loewe und Petra Steffen aus der Tourist-Information sitzen. Gemeinsam mit Hafenmeister Henri Barsewitz hat die Arbeitsgruppe Hafenfest auch in diesem Jahr dafür gesorgt, dass Lindower und Touristen auf ihre Kosten kommen.

Das fing bereits am Vormittag beim Tag der offenen Insel an: Pächter Steffen Schindel öffnete seine „Pforten“ – etwa 150 Besucher folgten dem Ruf der Insel und erkundeten, was Schindel in seinem kleinen Reich geschaffen hat. Zwei „normale“ Führungen gab es, dazu noch etliche auf dem Wildnispfad. „Ich will den Leuten zeigen, wie Inselleben funktioniert“, so Schindel, der Trekking-Touren mit Tieren anbietet, Obst züchtet, Fisch räuchert, Pferde hält. Viele Gäste umrundeten die Insel per Kanu, bevor sie sich am Grill oder Holzbackofen stärkten.

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Beim Hafenfest in Lindow stand alles unter dem maritimen Motto. Ob Shanty-Chor, Bootskorso, geschmückte Bootshäuser oder einfach nur das Bad in der Menge: Die Lindower kamen am Samstag, 8. August 2015, zuhauf und hatten ihren Spaß.

Wie eine Entenfamilie auf dem See

Schon um 16 Uhr ging es mit zünftig maritimen Klängen weiter: Martina Maria Preil, Tochter des bekannten DDR-Komikers, unterhielt die Kaffeegäste mit Shantys und Ohrwürmern. „Auf der Reeperbahn nachts um halb eins“ war denn auch nur ein Vorgeschmack dessen, was in Lindow Stunden später abgeht, wenn es mit der Neuruppiner Cover-Band Akut etwas rockiger wird. „Die haben richtig gute Stimmung gemacht und das Publikum mitgerissen“, zeigt sich Mitorganisatorin Petra Steffen angetan.

Auch auf dem Wasser tummelt sich mittlerweile so einiges – die Bootskorso-Fahrer machen sich langsam startklar. „15 Boote haben sich angemeldet – das sind mehr als im Vorjahr“, freut sich Petra Steffen. Ein Hingucker ist wie in jedem Jahr die Flotille des Lindower Segelclubs. Wie eine Entenfamilie fahren zwei, drei größere Schiffe vorneweg, dahinter schippern an der Leine die Küken – kleine Optis, mit bunten Ballons geschmückt. Dafür bekommen die Kids – außerhalb der Wertung – den Kinderpreis: eine große Kiste mit Outdoorspielzeug. Segler sind schließlich keine Stubenhocker.

Auch ein schönes Exemplar ist „Angeln und Jagen in England“ – so nennt sich das Boot des Lindowers Walter Streblow, Chef des Angelvereins „Flacher Hahn“. Auch der schwimmende ADAC-Hubschrauber hat bei der Jury gute Karten. Der Clou ist jedoch der hohe Besuch aus England – die Queen höchst selbst gibt sich die Ehre und grüßt huldvoll aus ihrer schnuckeligen Wasser-Karosse. Da können auch die Seeleute des „Traumschiffes“ nur andächtig ihre Matrosenmütze ziehen.

Erleuchtete Bootsschuppen

Auch bei den Bootshäusern hat es die Jury bei der Entscheidung nicht leicht – immerhin an die 30 Anlieger haben ihre Bootsschuppen schön illuminiert und grüßen die Jury und die Korsofahrer in mehr oder weniger aufwendigen Verkleidungen. Das Motto lautete: „Von Lindow aus in die ganze Welt“. „Das kann jeder umsetzen, wie er will“, sagt Petra Steffen. Immerhin könne man von Lindow aus mit ein wenig Zeit und ­Geduld auf dem Wasserweg bis nach Amerika kommen.

Die lustigen Scheichs der Familie Pieper in ihrer Oase am Oman gewinnen letztlich das Rennen, dicht gefolgt von den Hawaiianern des Begler-Clans und der Familie Schroeter mit „Unsere Welt“. Bis die Jury sich entschieden hat – ein langer Streifen war zu fahren – ist es dunkel geworden. Die richtige Zeit für das prächtige Höhenfeuerwerk, das dank vieler Sponsoren für viele Ohs und Ahs sorgte. Solcherart gut eingestimmt, trägt denn auch die Siegerehrung zur guten Laune bei, bevor Alt und Jung die Tanzfläche kapern.

Von Regine Buddeke

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