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Ostprignitz-Ruppin Lindow holt den Pott – Vielitzsee hat den Spaß
Lokales Ostprignitz-Ruppin Lindow holt den Pott – Vielitzsee hat den Spaß
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00:17 29.06.2016
Pokaljubel bei den Lindowern – Initiator Jörg Tümmel (vorn). Quelle: Buddeke
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Strubensee

Zum Feiern darf es gern etwas mehr sein, beschlossen Strubensee, Vielitz und Seebeck vor zwei Jahren und schmissen ihre Dorffeste kurzerhand zu einem großen Gemeindefest zusammen mit rotierendem Austragungsort. Dieses Jahr gab Strubensee den Gastgeber und wie schon im Vorjahr in Seebeck wurde ordentlich aufgetischt. Clowns und Kegeln, Zumbashow und Livemusik am Abend, Cartfahren und Kuchen – es gab jede Menge Möglichkeiten, sich zu amüsieren – daher war der Dorfplatz auch voll.

Sogar, als ein Hagelschauer mit Starkregen vorübergehend die Wiese in einen Sumpf verwandelte: die Dörfer rückten einfach enger zusammen – unter dem Bierwagen und dem Festzelt. Glücklicherweise war da einer der Höhepunkte schon in trockenen Tüchern: das im Vorjahr gestartete Rollstuhlhockey-Turnier der Dörfer, bei dem jeder – ob gehbehindert oder gesund – ausprobieren kann, wie man aus dem Rolli heraus mobil sein kann. Jörg Tümmel, der Initiator und Pokal-Sponsor des Events, hatte wieder seinen Fuhrpark an Quads, Carts und anderen Mobilen für Gehandicapte zum Austesten auf einen Parcours gestellt: das wurde gut genutzt.

Der Pott geht nach Lindow: beim diesjährigen Gemeindefest jagten die Lindower den Seebeckern den Pokal im Rollstuhl-Hockey ab. Beim Milchkannenweitwurf indes siegte der Titelverteidiger.

Im letzten Jahr hatte Seebeck den Pokal geholt. „Da soll er auch bleiben“, gibt sich ein Seebecker siegesgewiss. Hat aber schlussendlich das Nachsehen, denn Seebeck unterliegt im Finale dem Lindower Quartett, das unter großem Jubel der Umstehenden den Pott holt. Vorangegangen sind vier Partien voller Spannung und Gaudi. Die Emotionen kochen oftmals ziemlich hoch, noch höher als der Ball, der immer wieder aus dem Feld gekickt wird. Und manchmal auch ins Tor. Das Publikum am Rande fiebert lauthals mit und lacht, wenn drei Spieler versuchen, den Ball per Schläger unter einem Rad hervorzuholen, wo er sich heimtückisch versteckt hat.

Und manches Mal gilt es, in Deckung zu gehen. „Wird es ein Elfmeterschießen geben?“, fragt Ortsvorsteher Tony Groche ins Mikro, der das Spiel moderiert. Immerhin ist die fünfminütige Final-Partie schon fast zu Ende. Aber in der vierten Minute schaffen die Lindower das entscheidende 1:0.

In Deckung gehen heißt es auch beim anschließenden Wettkampf im Milchkannenweitwurf – da ist das Kampffeld vorsorglich abgesperrt. Wenngleich es für die Konkurrenten ungleich schwerer ist, die 15 Kilo schwere Kanne soweit zu kicken, wie vorab das Bällchen beim Hockey. Titelverteidiger Udo Rönnefahrt wartet gelassen die ersten Herausforderer ab. 3,90 ... 5,70 ... 6,60 Meter. Die Kontrahenten überbieten sich Stück für Stück. Letztlich aber siegt der Hüne aus Lindow: 6,80 Meter wuchtet Udo Rönnefahrt die Kanne durch die Luft – da kann am Ende kein anderer mehr etwas entgegensetzen.

Am Abend spielt dann Livemusik: Es darf getanzt werden.

Galerie: Mehr Fotos gibt es unter www.maz-online.de/fest-strubensee.

Von Regine Buddeke

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