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Lindow steigt aus der Rabs aus

Amt will Ein-Euro-Jobs künftig ohne Berufsfördergesellschaft organisieren Lindow steigt aus der Rabs aus

Mit dem Wunsch, die Regionale Arbeitsfördergesellschaft ganz abzuwickeln, kam Lindow nicht durch. Nun verlässt das Amt die Rabs und gibt seine Gesellschafteranteile zurück. Künftig will Lindow mit dem Nestor-Bildungsinstitut zusammenarbeiten und sein Geld lieber in konkrete Maßnahmen stecken als in Zuschüsse für eine Gesellschaft.

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Das Gebäude der Rabs in Rheinsberg.

Quelle: Carsten Schäfer

Lindow. Lindow ist draußen: Der Amtsausschuss hat am Donnerstagabend einen Schlussstrich unter das Kapitel „Regionale Arbeitsförder- und Beschäftigungsgesellschaft“ Rabs gezogen. Einstimmig übertrugen die Bürgermeister des Amtes Lindow ihre Gesellschafteranteile in Höhe von 3172 Euro an die Rabs. Das sei billiger als ein langwieriger Rechtsstreit, sagt der Amtsdirektor Danilo Lieske. Die GmbH,macht seit Jahresbeginn ohne Lindow weiter. die anderen beiden Gesellschafter, Rheinsberg und Heiligengrabe, hatten sich dafür entschjieden, Gesellschafter der Rabs zu bleiben. In Rheinsberg fiel die Entscheidung knapp. Lindow hatte dagegen einen Antrag auf Liquidation gestellt, weil es nicht länger jährlich Geld zuschießen wollte. (die MAZ berichtete).

Die Rabs beschäftigt im Schnitt 140 Menschen im Jahr beschäftigt in Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen und Ein-Euro-Jobs (sogenannte Mehraufwandsentschädigung): Lindows Ausstieg als Gesellschafter bedeute nicht, dass die Stadt und die Dörfer nun keine MAE-Stellen mehr bei der Rabs beantragen könnten, sagt Danilo Lieske. Statt in die Gesellschaft wolle Lindow aber sein Geld lieber in konkrete Arbeitsfördermaßnahmen stecken, die dann den Gemeinden direkt zu gute kommen. Der Verwaltungschef fürchtet, dass Lindow sonst vor allem das Gehalt des nächsten Rabs-Geschäftsführers und die fällige Sanierung des Rheinsberger Rabs-Gebäudes bezahlen wird. Vor allem aber stört den Lindower Amtsdirektor, dass Rabs-Mitarbeiter weder am Wochenende noch nach 16 Uhr eingesetzt werden dürfen. Das ist zum Beispiel ein Problem für die Lindower Tourist-Info, die am Wochenende, wenn die meisten Gäste kommen, keine MAE-Kräfte einsetzen darf.

Um von der Arbeitsförderung zu profitieren, müsse man nicht unbedingt Gesellschafter sein, sagt Danilo Lieske. In der Vergangenheit habe das Amt auch schon mit der Gab in Wulkow zusammengearbeitet -zum Beispiel, wenn es um den Lindower Vogelpark ging. Am Donnerstagabend beschloss der Amtsausschuss einen Kooperationsvertrag mit dem Nestor Bildungsinstitut Berlin/ Wittstock. Die Gesellschaft soll demnach ab 2016 für Lindow MAE-Stellen beantragen, durchführen und abwickeln. Der Vertrag sei nur eine lose Kooperation und verpflichte Lindow zu nichts. Nestor habe damit kein Monopol auf MAE-Stellen im Amt Lindow. Die Gemeinden könnten auch weiterhin mit der Rabs zusammenarbeiten, wenn es sich anbietet. „Das soll kein Signal nach außen sein, dass im Amt Lindow keine Arbeitsförderung mehr stattfinden soll“, betont Danilo Lieske.

Von Christian Schmettow

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