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Ostprignitz-Ruppin Lindow streitet über Tourismusausschuss
Lokales Ostprignitz-Ruppin Lindow streitet über Tourismusausschuss
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02:15 11.04.2016
Im Lindower Sportboothafen stehen bald wieder Bungalowboote für Touristen bereit. Quelle: Christian Schmettow
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Lindow

In Lindow wird neben dem Bau- und Wirtschaftsausschuss ein Tourismusausschuss gegründet. Dafür haben sich die Stadtverordneten am Donnerstagabend mit knapper Mehrheit ausgesprochen – neun Abgeordnete waren dafür, sieben dagegen. Allerdings ist noch offen, wer den Vorsitz übernehmen wird.

Die CDU war als stärkste Fraktion davon ausgegangen, dass sie den Ausschussvorsitzenden bestimmen darf und hatte Hansjörg Schubach vorgeschlagen. Davon ging zunächst auch die Verwaltung aus. Doch Dieter Brauch (Linke) intervenierte. Er verwies darauf, dass die CDU bereits den Vorsitzenden des Bau- und Wirtschaftsausschusses stelle. Nach einem Blick in die Gemeindeordnung bestätigte Amtsdirektor Danilo Lieske, dass Brauch Recht hat. Damit hat die Fraktion Lindower Land den Zugriff auf den Chefposten im neuen Gremium. Für Rainer Hollin (SPD) war das unverständlich. Schließlich hatte die Fraktion Lindower Land den Ausschuss zuvor abgelehnt. „Und jetzt wollt ihr den Vorsitz haben?“, fragte Hollin fassungslos. Das ist aber gar nicht der Fall. Vielmehr schlug Manfred ­Gaetke, Ortsvorsteher von Keller, vor, zu prüfen, ob FDP-Mann Bert Groche den Vorsitz übernehmen könne. Dieser habe als Hotelier die größte Fachkompetenz. Die Verwaltung will das nun prüfen.

Lindow fehlt ein Fremdenverkehrsverein

Der Tourismusausschuss soll laut Bürgermeisterin Heidrun Otto (CDU) eine Vision entwickeln, wie sich der Tourismus und der Fremdenverkehr in Lindow in den nächsten fünf bis zehn Jahren entwickeln soll. Zwar gibt es eine Arbeitsgruppe Tourismus. Aber diese beschäftigt sich meist mit dem Tagesgeschäft, wie dem Vorbereiten der alljährlichen Feste.

Die Vorarbeit für ein Tourismuskonzept sollte eigentlich ein Fremdenverkehrsverein entwickeln, sagte Groche. Dass es so einen Verein in Lindow nicht mehr gebe, sei ein Handicap. Zudem fragte der Liberale, ob der Tourismusausschuss nicht in den Haupt- oder den Bau- und Wirtschaftsausschuss integriert werden könne. Dann müsste kein weiteres Gremium geschaffen werden. Für den Vorstoß gab es jedoch keine Mehrheit. „Im Hauptausschuss wäre der Tourismus nur eine Nebensache“, sagte SPD-Mann Hollin. Und der Bau- und Wirtschaftsausschuss sei mit seinen vielen Themen schon jetzt sehr gut ausgelastet, stimmte Bürgermeisterin Otto zu. Sie erhofft sich durch den Ausschuss Ansprechpartner mit klaren Kompetenzen sowie jemanden, der die Fäden in der Hand hat.

Von Andreas Vogel

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