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Lindow will im Winter Kurtaxe erheben

Gästebeitrag soll steigen Lindow will im Winter Kurtaxe erheben

Für touristische Anbieter bedeuten Gäste eine Geldquelle. Für eine Kommune sind sie oft nur ein Zuschussgeschäft. Um das Minus aus der Unterhaltung von Touristinfo und Schwimmhalle zumindest zu minimieren, will die Stadt Lindow deshalb nun auch im Winter Kurtaxe von ihren Besuchern erheben. Zudem sollen auch Zweitwohnungsbesitzer künftig zu Kasse gebeten werden.

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Die Touristinfo in Lindow hat das ganze Jahr über geöffnet. Um die Kosten dafür zumindest ein Stück weit einzufahren, will die Stadt nun mehr Kurtaxe kassieren.

Quelle: Christian Schmettow

Lindow. Bisher mussten Besucher der Stadt Lindow im Winter keine Kurtaxe bezahlen. Das soll sich nun ändern. Weil die Drei-Seen-Stadt auch in der kalten Jahreszeit die Schwimmhalle bezuschusst und die Touristeninformation unterhält, will sie nun auch in der Zeit zwischen Oktober und März Geld von ihren Gästen kassieren. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass die Stadtverordneten den Plänen der Verwaltung zustimmen.

Das Lindower Rathaus schlägt außerdem vor, dass künftig auch Menschen, die in der Stadt die Zweitwohnungssteuer bezahlen, den Kurbeitrag zahlen sollen. Bisher waren sie von dieser Pflicht befreit. „Inhaber von Zweitwohnungen können genauso wie andere Gäste von unseren touristischen Angeboten profitieren“, sagt Amtsleiterin Doris Bergmann, die für das Satzungsrecht zuständig ist. Ob sie das tatsächlich tun oder nicht, sei dabei zweitrangig. „Fest steht jedenfalls, dass die Stadt ihnen diese Möglichkeit bietet.“ Dass von dieser Personengruppe ein Kurbeitrag erhoben wird, sei zudem auch in den meisten anderen Kurorten üblich, so die Rathausmitarbeiterin.

Das gelte auch für das ganzjährige Erheben der Kurtaxe. Etwa 20 000 Euro pro Jahr kamen bisher über den Kurbeitrag in Lindow zusammen. Doris Bergmann rechnet damit, dass durch die Änderungen jährlich zwischen 5000 und 10 000 Euro mehr in die Stadtkasse gespült werden. Dass die Kommune in diesem Punkt mehr einnimmt, das hält Doris Bergmann, für notwendig. „Für die öffentliche Hand ist der Tourismus ein Zuschussgeschäft, wir müssen gucken, dass wir den Zuschussbedarf ein bisschen runterfahren.“

Von Celina Aniol

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