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Lindow Anwohner kämpfen für Straßensanierung
Lokales Ostprignitz-Ruppin Lindow Anwohner kämpfen für Straßensanierung
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00:21 14.03.2019
Entnervt von den vielen Löchern auf der Ortsdurchfahrt: Cordula Pahl, Volker Tabatt und Karin Hohn (v. l.). Quelle: Frauke Herweg
Keller

Mitunter raubt der Lärm des Verkehrs Volker Tabatt den Schlaf. Vor seinem Haus donnern Fahrzeuge über eine von Schlaglöchern zerfressene Straße. „Ich könnte manchmal im Bett stehen“, sagt er. War es besonders laut, weiß er: Der Milchlaster ist gerade durch Lindows Ortsteil Keller gefahren.

Gemeinsam mit anderen will Tabatt für eine Sanierung der maroden Ortsdurchfahrt kämpfen. Seit Jahren ist der Zustand der Straße ein Ärgernis im Dorf. „Einmal abfräsen, neue Decke drauf“, sagt Tabatt. „Dann wäre doch das Thema durch.“

Initiative sammelt Unterschriften

In den 80er-Jahren war die Straße gebaut worden – so erinnert man sich in Keller. Seitdem wurden lediglich Löcher ausgebessert. Die Landfrauen und auch Tabatt wollen Unterschriften für eine Sanierung der Straße sammeln. „Von den etwa 100 Kelleranern, die unterschreiben dürfen, werden alle unterschreiben“, hofft Tabatt. Auch seine Mitstreiterin Cordula Pahl ist optimistisch. „Wir gehen davon aus, dass keine Unterschrift fehlen wird.“

Zuletzt hatte es im April 2016 eine Anfrage im Landtag zur Sanierung der zerschlissenen Straße gegeben. Die wenig frequentierte Straße werde in absehbarer Zeit nicht erneuert werden, teilte man dem CDU-Landtagsabgeordneten Jan Redmann damals mit.

Keine Sanierung geplant

Auch heute macht der für die Ortsdurchfahrt zuständige Landesbetrieb Straßenwesen keine Hoffnung auf eine Sanierung der L22 in Keller. Auf der für die nächsten fünf Jahren geltenden Vorhabensliste sei die Ortsdurchfahrt „nicht mit drin“, sagt Frank Schmidt vom Landesbetrieb. Chancen auf einen Nachrückerplatz habe die Straße nicht. „Es gibt Straßen mit noch ganz anderen Problemen.“

Zuletzt hatte das Land weniger als 2000 Fahrzeuge gezählt, die täglich durch Keller fahren. Im kommenden Jahr soll der Verkehr erneut gezählt werden. Für die Planer von Straßensanierungen ist diese Zahl eines der Hauptkriterien bei der Entscheidung, welche Straßen in Angriff genommen werden und welche nicht. Für Keller bedeuten diese Daten: Auf absehbare Zeit werden dort nur Löcher geflickt. Eine Sanierung aber scheint aussichtslos. „Es gibt Straßen, die haben ein Vielfaches vom Verkehr und sind in einem wesentlich schlechteren Zustand“, sagt Schmidt.

Buckel im Gehweg

Die Mitglieder der Bürgerinitiative wollen sich auch dafür einsetzen, dass entlang der Dorfstraße neue Straßenbäume gepflanzt werden. Die kurz nach dem Bau der Straße gesetzten Linden haben eine solche Größe erreicht, dass ihr Wurzelwerk Buckel in den Gehweg drückt. „Im Dunkeln sollte man hier nicht mehr lang gehen“, sagt Pahl. „Die Sicherheit ist nicht mehr gegeben.“

Schwierig auch: Die Bäume haben so kräftige Kronen gebildet, dass die Straßenlampen kaum zu sehen ist. „Wenn es grün ist, kann man die Straßenlampen eigentlich auch auslassen“, sagt Tabatt. Gegen Grün an der Straße hat er nichts. In Keller, so Tabatt, hätte man die Linden jedoch stärker beschneiden müssen.

Von Frauke Herweg

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