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Lindow Enrico Herwy ist neuer Amtswehrführer
Lokales Ostprignitz-Ruppin Lindow Enrico Herwy ist neuer Amtswehrführer
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00:23 14.10.2018
Kurz vor seinem 14. Geburtstag trat Enrico Herwy der Jugendwehr bei. Den Brandschützern blieb er treu. Quelle: Frauke Herweg
Lindow

Enrico Herwy wusste genau, was auf ihn zukommt. Er war bereits sechs Jahre in der Führungsspitze, als er vor Kurzem zum neuen Lindower Amtswehrführer berufen wurde. Über seine neue Aufgabe macht er sich wenig Illusionen. „Es ist ein Feldwebelposten“, sagt er. „Man kriegt von allen Seiten Druck.“ Dennoch hat er nicht gezögert, den Posten zu übernehmen. „Warum hätte ich es denn nicht machen sollen?“

Der 37-jährige Schönberger hat sich lange auf sein neues Amt vorbereitet. Alle Ausbildungen, die ein Amtswehrführer braucht, waren abgeschlossen, als er die einzige Bewerbung auf den Posten abgab. „Es muss einer sein, der in der Feuerwehr groß geworden ist“, sagt er.

Herwy ist so einer. Kurz vor seinem 14. Geburtstag war er in die Schönberger Jugendwehr eingetreten. Seitdem ist er den Brandschützern mit einer kurzen Unterbrechung immer treu geblieben. „Wenn wir es nicht machen, wer dann?“

Viel weniger dürfen es nicht werden

Kein Wunder also, dass Herwy um die Stärken und Schwächen der Lindower Wehr weiß. 104 aktive Einsatzkräfte engagierten sich Ende vergangenen Jahres in den sechs Einheiten. Viel weniger dürfen es nicht werden. „In der Tagesbereitschaft wird es teilweise eng“, sagt Herwy.

Lindow ist mit diesem Problem nicht allein. In Fehrbellin hatte man deshalb auf Fusionen von Einheiten gesetzt. Herwy hält das im Falle Lindows dagegen für wenig sinnvoll. Die bestehenden Einheiten sind „seit etlichen Jahren stabil“. Zudem bergen Fusionen auch immer eine Gefahr: „Wenn man die Wache schließt, kommen die Leute nicht mehr.“

Offen ist allerdings, wie es am Seebecker Standort weitergeht. Derzeit hat die Einheit keinen eigenen Gruppenführer. Der allerdings wird eigentlich gebraucht. „Wir wollen die Leute dort unbedingt halten“, sagt Herwy.

Schönberger Jugendwehr stellt sich neu auf

30 Heranwachsende engagieren sich derzeit in den Jugendwehren. „Da sind wir ganz gut aufgestellt“, sagt Herwy. Seit Jahresanfang gibt es auch in der Schönberger Jugendwehr, deren Arbeit geruht hatte, wieder fünf Jugendliche. Darunter auch Herwys eigener Sohn.

Technisch ist die Lindower Wehr gut aufgestellt. Im kommenden Jahr soll ein neues Tanklöschfahrzeug einen 41 Jahre alten Wagen in der Lindower Wache ersetzen. Drei eigens ausgebildete Geräteprüfer kontrollieren die gesamte Technik. „Da sind wir auf einem guten Stand.“

Vor 17 Jahren war die Lindower Wehr in das Gerätehaus in der Harnackstraße gezogen. Inzwischen ist die Wache für den Fuhrpark eigentlich zu klein. Herwy macht sich wenig Illusionen über die Finanzierbarkeit eines Anbaus. Er bleibt realistisch. „Wir haben dadurch keine praktischen Einschränkungen.“

20 Ringordner an Unterlagen

Herwy löst Ulrich Kausel ab, der sein Amt aus Altersgründen abgab. Kausel selbst hatte von seinem Vorgänger einen „Schnellhefter mit Unterlagen“ übernommen. Inzwischen jedoch ist die Verwaltungsarbeit für die Amtswehrführer deutlich gewachsen. Herwy bekam 20 Ringordner mit Unterlagen. Kausel hat sich durchaus gewünscht, dass Herwy einmal sein Nachfolger sein würde. Die beiden kennen sich seit langem. „Es war“, sagt Herwy, „eigentlich alles vorprogrammiert“.

Von Frauke Herweg

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