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Lindow Wilderei? Erneut totes Damwild bei Rüthnick gefunden
Lokales Ostprignitz-Ruppin Lindow Wilderei? Erneut totes Damwild bei Rüthnick gefunden
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00:22 02.03.2019
Bereits im Januar war auf einer Wiese bei Rüthnick ein totes Tier gefunden worden. Quelle: privat
Rüthnick

Renate Piaskowski glaubte, ihren Augen nicht zu trauen: Als die gelernte Maschinenbauerin am Mittwoch kurz nach 8.30 Uhr mit ihrem Hund Anton spazieren ging, entdeckte die Rüthnickerin auf einer Wiese in der Nähe der Plantage ein totes Stück Damwild.

Es ist schon der zweite Fall innerhalb kurzer Zeit. Denn am 15. Januar hatte ihr Mann zwischen der Rüthnicker Schrotmühle und der Plantage sogar zwei Stücke totes Damwild entdeckt. Das Paar fragt sich, ob ein Wilderer in der Gegend, in der es viel Damwild gibt, sein Unwesen treibt oder ob vielleicht ein Jäger die Tiere bei der Jagd nicht richtig getroffen hat.

Jagdbehörde mahnt: Jäger haben Sorgfaltspflicht

Das fragt sich auch Andreas Sidow von der Jagdbehörde des Kreisverwaltung in Neuruppin. „Jäger dürfen nur schießen, wenn sie davon überzeugt sind, dass sie das Tier tödlich treffen.“ Deshalb müssten die Tiere zuvor auch kurz beobachtet werden, um zu sehen, ob sie auch gesund seien, so Sidow. Das gehöre zur Sorgfaltspflicht eines jeden Jägers – genauso wie die sogenannte Nachsuche, wenn das Tier nach dem Schuss doch verschwinde. Der Jäger müsse dann prüfen, ob das Tier Blut, Haare oder Fell verloren habe und die Spuren verfolgen – auch über die eigentliche Reviergrenze hinaus.

Zudem seien Jäger verpflichtet, einen Jagdhund bei der Suche einzusetzen, um das verletzte Tier möglichst schnell zu finden und von seinen Schmerzen zu erlösen. „Wenn ein Jäger dieser Pflicht nicht nachkommt, macht er sich laut Tierschutzgesetz strafbar“, betont Sidow.

Kreisverwaltung geht den Hinweisen nach

Die Jagdbehörde wird sich jetzt um die wiederholten Fälle von totem Damwild bei Rüthnick kümmern und will dabei auch die dortige Revierförsterin Birgit Salzwedel einbeziehen.

Gleichwohl dürfte es nicht einfach werden, herauszufinden, wer die Tiere bei Rüthnick geschossen hat. Gibt es doch im Landkreis allein rund 1100 Jäger, die in Ostprignitz-Ruppin leben. Hinzu kommen vermutlich noch mehr als 300 auswärtige Jäger, die mehr oder weniger regelmäßig hier in der Region auf die Pirsch gehen.

Jährlich werden 14.000 Tiere geschossen

Sogenanntes Fallwild mit einer Schussverletzung ist im Landkreis recht selten, fünf bis zehn Fälle werden pro Jahr bei der Jagdbehörde angezeigt. Zum Vergleich: Jedes Jahr werden in Ostprignitz-Ruppin etwa 14.000 Stück Wild geschossen. Meist handelt es sich dabei um Schwarz-, Reh- und Rotwild sowie um Damwild, sagte Sidow.

Von Andreas Vogel

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