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Lindow Ostprignitz-Ruppin saniert 15 Radwege
Lokales Ostprignitz-Ruppin Lindow Ostprignitz-Ruppin saniert 15 Radwege
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00:22 18.03.2019
Der Landkreis will unter anderem Teile des Radwegs von Zechow nach Rheinsberg modernisieren. Quelle: Celina Aniol
Neuruppin

Von Baumwurzeln zerstörte Wege. Stellen, die abgesackt sind. Oder auch Pisten, die von landwirtschaftlichen Fahrzeugen beschädigt wurden. Die Liste der Mängel an den Radwegen im Landkreis Ostprignitz-Ruppin ist lang. 15 dieser Radlerstrecken will die Kreisverwaltung in diesem und im kommenden Jahr in Angriff nehmen. Mit dabei sind bei dem großen Modernisierungsrundumschlag unter anderem die Wege zwischen Dorf Zechlin und Rheinsberg, zwischen Zippelsförde und Krangen oder auch zwischen Werder und Kränzlin. Aber auch ein neuer Radweg zwischen Kränzlin und Werder soll entstehen. Rund 5,6 Millionen stehen für alle diese Strecken dafür bereit.

Baustart in der zweiten Jahreshälfte

Derzeit wird das Planungsbüro beauftragt werden, das die Projekte vorbereitet, berichtet Kreissprecherin Britta Avantario. Die Bauarbeiten sollen dann im zweiten Halbjahr beginnen. „Es ist vorgesehen, die Bauleistungen bis Ende 2020 abzuschließen“, so die Kreismitarbeiterin.

Kreis und Kommune zahlen zusammen zehn Prozent

Das Geld für die Radwege stammt zu 90 Prozent aus dem Programm zur Verbesserung der wirtschaftsnahen kommunalen Infrastruktur (GRW). 50 Prozent der insgesamt rund fünf Millionen Fördersumme werden dabei vom Bund bereitgestellt. 40 Prozent finanziert das Land. Die restlichen zehn Prozent müssen je zur Hälfte der Landkreis und die betroffenen Gemeinden berappen. Die Zusage, dass Land und Bund die Projekte unterstützen, kam bereits im vergangenem Frühjahr (die MAZ berichtete).

Weiter großer Handlungsbedarf

Trotz der vergleichsweise hohen Investitionssumme gibt es noch zahlreiche weitere Radwege, bei denen noch Handlungsbedarf besteht, und Regionen, in denen neue Radlerrouten entstehen sollen. Alleine die Kosten für die Strecken, die der Landkreis gerne in den Jahren 2019 bis 2021 in Angriff nehmen würde, belaufen sich auf über neun Millionen Euro. Auf dieser To-do-Liste stehen unter anderem der Neubau eines Radwegs zwischen Wittstock und der Kreisgrenze für vier Millionen Euro, die Verbindung von Küdow nach Garz oder auch der Weg von Rohrlack nach Ganzer.

Finanzierung weiterer Projekte noch offen

Allerdings sei die Finanzierung dieser Projekte noch nicht gesichert, betont Britta Avantario. Einen entsprechenden Förderantrag wolle der Kreis noch stellen. „Die Erfolgsaussichten sind aktuell nicht bekannt.“

Abschnitte folgender Radlerrouten will der Landkreis Ostprignitz-Ruppin bis Ende 2020 modernisieren:

Dorf Zechlin bis Rheinsberg für 928 125 Euro,

Flecken Zechlin bis Dorf Zechlin für 173 250 Euro,

Rheinsberg bis Zechow für 232 375 Euro,

Rheinshagen bis Zippelsförde für 546 975 Euro,

Neumühle bis zum Knotenpunkt 75 oberhalb des Molchowsees für 328 900 Euro,

Krangen bis Zippelsförde für 325 325 Euro,

Netzeband bis Fretzdorf für 498 712 Euro,

Katerbow bis Walsleben für 203 775 Euro,

Walsleben bis Werder für 171 600 Euro,

Bahntrasse Wittstock bis Zempow für 411 125 Euro,

Wusterhausen bis Neustadt für 143 000 Euro,

Der Kreis will an folgenden Strecken neue Radwege bauen:

Fretzdorf bis zum Bahnseitenweg für 519 900 Euro

Brücke in Molchow für 775 000 Euro,

Werder bis Kränzlin für 146 512 Euro,

Heiligengrabe bis Bahnhof Heiligengrabe für 231 450 Euro.

Von Celina Aniol

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