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Lindow Lindower Segelclub veranstaltet Camp für den Nachwuchs
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00:21 05.08.2018
Lindower Segelclub veranstaltet Camp für den  Nachwuchs Quelle: Regine Buddeke
Lindow

Mittwochmorgen, halb zehn, auf dem Gelände des Lindower Segelclubs: Die 20 jungen Nachwuchs-Segler sind bereits allesamt aus ihren Zelten gekrochen und haben ordentlich gefrühstückt. Wer in See sticht, sollte das nicht mit leerem Magen tun. Die Teilnehmer des Sommer-Segelcamps haben genau das vor und schleppen nach und nach die Optis aus der Bootshalle an die Slipanlage des Gudelacksees. Währenddessen ist Rudi Mixdorf – seit April der neue Chef des SCL – im Gespräch mit Bürgermeisterin Heidrun Otto, bei der er sich für die 600 Euro bedanken will, die die Stadt für das Camp gesponsert hat.

Tagsüber wird gesegelt, dazu gibts etwas Theorie und ganz viel Spaß. Der Segelclub Lindow tut viel für den Nachwuchs.

 

Bei dieser Gelegenheit wird auch gleich das seit langem schwelende Problem besprochen, das Lindows Segler seit einigen Jahren entzweit – gibt es doch neben dem SCL noch die Lindower Regattasegler (LRS), die sich einst, weil sie andere Vereinsziele haben, aus den SCL-Reihen heraus gegründet haben. Lange Zeit kämpften nun beide Vereine um die Nutzung des der Stadt gehörenden Grundstücks. Die wiederum drängte auf eine Einigung der Parteien und eine gleichberechtigte Nutzung des Areals (die MAZ berichtete)

Die Regattasegler um Tony Groche nutzen mittlerweile ein Areal an anderer Stelle des Sees für ihre Vereinsarbeit sowie noch eine kleine Halle auf dem Gelände des SCL. „Der SCL sitzt hier seit 60 Jahren – wir haben zwar keine rechtlichen aber schon moralische Ansprüche auf das Gelände“, sagt Rudi Mixdorf, dem gleichwohl das Ende des Streits am Herzen liegt. „Ich will von diesem Konkurrenzdenken runter – wenn ein Verein ne Opti-Regatta fährt und der andere am selben Tag eine Ixylon-Regatta, ist das doch kein Problem. Der See ist groß genug.“

Eine baldige Einigung der beiden Segelvereine ist seit Rudi Mixdorfs Amtsantritt in greifbare Nähe gerückt. Sein Angebot an den LRS steht: Der SCL möchte das strittige Gelände neben der Badeanstalt als alleiniger Pächter nutzen, bietet dem LRS indes im Gegenzug einen Uferstreifen samt Steganlage auf dem derzeit vom LRS genutzten Areal, auf dem die Regattasegler sich alles aufbauen können, was sie für ihr Vereinsleben benötigen.

Beim Camp soll der Nachwuchs fürs Segeln begeistert werden

„Bis es soweit ist, läuft auch der Mietvertrag für die kleine Halle weiter“, stellt Mixdorf in Aussicht. Das Ziel sei, dass beide Vereine langfristige Pachtverträge für ihr jeweiliges Areal bekommen. „Wir waren einer Einigung noch nie so nah wie jetzt“, freut sich Mixdorf. „Eigentlich fehlen nur noch die Unterschriften.“

„Das muss endlich in vernünftige Bahnen gelenkt werden“, konstatiert auch Heidrun Otto. „Es sind schließlich alles Lindower – da wird hoffentlich bald wieder zusammenwachsen, was zusammengehört.“ Das dürfte auch Eckhard Döblitz so sehen, dessen Enkel bei den Regattaseglern trainieren, während er selbst den Nachwuchs im SCL betreut. Der ehemalige fünffache DDR-Meister im Pirat liegt der Nachwuchs am Herzen – arbeitet der Rentner doch seit Jahren als verantwortlicher Trainer im Jugendbereich und als Verbandstrainer Brandenburg. Er hat die Boote fürs Segelcamp zusammengebaut und ist vor Ort, wann immer man ihn braucht.

Das Segelcamp findet jedes Jahr statt

Den 20 Jungen und Mädchen ist der Streit ums Gelände ziemlich schnuppe. Zwei Drittel von ihnen kommen aus Lindow – der Rest aus Gransee, Rönnebeck, Schulzendorf, Wustermark, Beetz und noch weiter weg. Einige von ihnen sind so erfahrene Segel-Hasen wie Jakob Schubach, der gerade bei der Landesjüngsten-Meisterschaft den 1. Platz holte und auch im vergangenen Jahr Jugendmeister von 173 Optis wurde. Mit dabei sind aber auch Kinder, die noch nie in einem Boot gesessen haben. „Für die haben wir natürlich eine Theorie-Stunde mit dem Segel-ABC gemacht“, sagt Rudi Mixdorf, der gemeinsam mit Arik Noack das Segelcamp leitet.

Eine von ihnen ist Ann Charlott aus Saarmund. „Meine Freundin hat mich drauf gebracht. Da habe ich Lust bekommen, segeln zu lernen“, erzählt die 12-Jährige. Zwar habe die Freundin gar nicht mitkommen können, aber das sei gar nicht schlimm. „Ich habe schon neue Freunde gewonnen“, strahlt Ann Charlott. Mit ihrer Opti-Partnerin lief es ganz gut. „Wir mussten zwischendurch das Boot ausschöpfen und haben dabei das Segel losgelassen“, sagt sie. Anfängerfehler – auch das Einparken am ersten Tag klappte noch nicht perfekt. „Aber dafür lernen sie ja hier“, schmunzelt Rudi Mixdorf, der natürlich hofft, dass durch das dreitägige Camp ein paar Kinder im Verein „hängenbleiben“.

Von zehn bis 16 Uhr ist Segelzeit: Rudi Mixdorf und Arik Noack machen ein größeres Boot startklar, auf dem Arik Noack mit ein paar der Fortgeschrittenen in See stechen will. Drumherum drängen sich die Camp-Kinder und schauen zu, lassen sich alles genau erklären. „Ich freue mich, dass die Jugend, also Rudi und Arik, das hier stemmen“, sagt Eckhard Döblitz, der stolz ist auf die Leistungen der SCL-Mitglieder: Etwa Martin Droll, der vor kurzem Deutscher Meister im Taifunsegeln geworden ist. „Und das schon zum fünften Mal“, lobt er. Döblitz leitet auch die schulische Segel-AG und sieht die Segeltradition in Lindow auf gutem Wege. „Ich habe keine Angst um die Zukunft des Vereins.“

Von Regine Buddeke

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