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Lindow Neues Pianola im Café Süße Ecke
Lokales Ostprignitz-Ruppin Lindow Neues Pianola im Café Süße Ecke
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09:47 24.09.2018
Hilke Karrasch-Hansel (v.) mit ihrer Tochter Hanna am Pianola. Quelle: Regine Buddeke
Lindow

Das Eis lief gut in diesem Sommer. Hilke Karrasch-Hansel will ihren Gästen indes noch mehr anbieten als nur Kaffee-Kuchen-Eis. In ihrem erst vor wenigen Monaten eröffneten Café Süße Ecke hat sie noch so einiges vor. „Der Raum steht ja ab 18 Uhr praktisch leer“, sagt sie. Das will sie ändern. Mit Musik, Ausstellungen, Tanz. „Vielleicht auch Yoga.“

Das Pianola ist eine Einladung für Leute, die spielen können

Der erste Schritt in diese Richtung ist die neueste Errungenschaft des Cafés: ein gut 100 Jahre altes Pianola. Der Leihgeber ist Reinhard Hagen, Betreiber der Vielitzer Musikscheune. „Ich war auf der Suche nach einem Klavier“, erzählt die Café-Betreiberin. Reinhard Hagen habe ihr das Pianola angeboten, das bei ihm „brach lag“. „Er hat es sogar restaurieren lassen.“ Hilke Karrasch-Hansel zögerte nicht lange angesichts des schönen Stücks, das sowohl wie ein Klavier gespielt, als auch per Selbstspielapparatur betrieben werden kann. Dann steuern Lochstreifen aus Papier, die sogenannten Notenrollen, vorgefertigte Musikstücke auf den Instrumenten – ähnlich wie bei Jahrmarkts- oder Dreh-Orgeln. „Dann wird es aber sehr laut“, demonstriert Hilke Karrsch-Hansel. In einer konzertierten Aktion wurde das Instrument von Vielitz nach Lindow gebracht. „Es war Millimeterarbeit, es durch die Tür ins Café zu bugsieren“, so die Lindowerin.

Mehr als nur Café-Betrieb

Nun wartet das Pianola auf versierte Spieler. „Kein Rumgeklimper – nur, wer es wirklich kann“, sagt Hilke Karrasch-Hansel. „Wir hatten einen Jungen zu Gast hier, der hat spontan die Filmmusik aus Forrest Gump gespielt. Alle standen mit offenen Mündern“, sagt sie. Genau das findet sie spannend. „Wer weiß, was es hier in Lindow alles für Talente gibt.“ Das bezieht sie nicht nur auf Musik-Begeisterte. Auch die Wände des Cafés laden ein, Kunst daran zu hängen. Demnächst will Hilke Karrasch-Hansel Bilder eines Lindower Künstlers aufhängen. Auch die Ausstellung einer Berlinerin ist schon in Planung. Es gehe dabei nicht ums Bilder verkaufen. „Das wäre das Bonbon obendrauf“, sagt sie. Ihr geht es darum, das Café aber auch den Ort zu bereichern – und Menschen eine Bühne zu bieten. „Man könnte hier aber auch gut Tanzabende veranstalten. Oder einen Yoga-Kurs“, sagt sie und ist für alles offen. „Wir möchten dem Raum über den Café-Betrieb hinaus einen Sinn geben.“

Von Regine Buddeke

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