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Lindow Sommerparty an der Lindower Waldbühne gut besucht
Lokales Ostprignitz-Ruppin Lindow Sommerparty an der Lindower Waldbühne gut besucht
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11:39 05.08.2018
Das Sommerfest auf der Lindower Waldbühne wurde bestens angenommen. Quelle: Regine Buddeke
Lindow

Auf der Lindower Waldbühne herrscht am Samstagabend ausgelassene Stimmung. Man tanzt, man plaudert, man lacht. Kaum jemand der 200 gut gelaunten Gäste weiß, dass es womöglich das letzte Sommerfest ist, das an dieser Stelle stattfindet.

Zumba, Liveband und Lasershow: Das Programm der Sommerparty auf der Lindower Waldbühne war reichhaltig und wurde von 200 Gästen dankbar aufgenommen.

„Es ist nicht so, dass wir die Lust verloren haben“, sagt Wilfried Janicke, Chef des Vereins Waldbühne Lindow. „Aber es fehlte uns in der Vergangenheit stets an helfenden Händen“, bedauert er. Ob zur Kindertagsfeier oder zu den Festen der Vergangenheit – stets seien es die wenigen selben gewesen, die frühmorgens zum Anpacken gekommen seien. „Wir waren heute ab zehn Uhr hier – zu viert“, sagt er. Es gebe aber 19 Vereinsmitglieder. Was ihn dafür gefreut hat: „Es waren 16 Leute aus der Stadt zum Helfen da, die nicht zum Verein gehören.“

Für ihn eigentlich ein schönes Signal, dass die Feste an der Waldbühne gewollt sind. Und wie man an der Gästezahl sieht, auch gut besucht. „Wir hatten für 100 Leute bestuhlt – und mussten dann noch die ganzen Bierbänke nachrüsten.“ Insofern ist es für Janicke ein schwerer Gang, den Verein zehn Jahre nach der Gründung aufzugeben. „Ich habe mich mit Walter Matthesius geeinigt, dass wir in diesem Jahr noch das Oktoberfest machen – dann ist Schicht im Schacht.“ Da will er es noch mal richtig krachen lassen. „Ich habe schon einige Überraschungen in petto“, schmunzelt er und schweigt zu den Details.

Vor zehn Jahren gründete sich der Verein, um einen Ort für das Nonnen-Singspiel zu schaffen

Auch für das Sommerfest wurde einiges aufgeboten. Um ordentlich anzuheizen, waren die Zumbafrauen aus dem Neuruppiner Aktiv-Haus am Start, die eigens für das Sommerfest eine spezielle Choreographie aus verschiedenen Titeln zusammengemixt haben. „Ich bin immer erstaunt, was für Kondition die Frauen haben“, staunt Janicke und bekennt, schon vom Zuschauen zu schwitzen. Anderen geht es da anders – am Rand der Wiese machen drei weibliche Zuschauer begeistert nach, was Doreen Bregulla und ihre Girls vorn vormachen. „Das ist das Ziel“, sagt die Zumba-Chefin. „Wer Lust hat, kann gern mitmachen.“

Immer mehr Leute laufen auf der Waldbühne ein – Lindower, Touristen, Patienten der Salus-Klinik. Auf der Bühne haben sich mittlerweile die Mannen von Akut breitgemacht. „Die sollten vor zwei Jahren schon hier spielen – aber das Fest ist buchstäblich ins Wasser gefallen“, erinnert sich Wilfried Janicke an das geplatzte Sommerfest von 2016. Mit den Akut-Rockern hatte Janicke schon oft zu tun – schließlich ist er selbst Schlagzeuger und begeisterter DJ und kennt die Musikerszene vor Ort. „Ich habe also zu Udo Stalmasiak gesagt: Bevor ich aufhöre, kommste noch mal zu uns nach Lindow’“, erzählt Janicke.

Mit dem Oktoberfest in diesem Jahr wird die Arbeit des Vereins wohl beendet

Ein Novum gibt es auch noch nach Einbruch der Dunkelheit: Olaf Barufke, der seit Jahren die Werbung für den Waldbühnenverein druckt, ist mit einer Licht- und Lasershow angereist. „Das hatten wir bis jetzt noch nicht“, freut sich Wilfried Janicke, der bislang immer eigene Lichteffekte zur stilvollen Illuminierung der Partys beisteuerte.

Der Verein Waldbühne Lindow wurde am 12. September 2008 gegründet – besser gesagt der erste Spatenstich getan. Viel zu lange hatte das Areal an der ehemaligen Gaststätte brachgelegen – die große Wiese bot sich zum Feiern an. Als der Kulturscheunenbetreiber und Sänger Niels Köpcke damals ein Gelände suchte, auf dem er sein Singspiel „Die schöne Nonne“ aufführen konnte, war die Waldbühne sofort als idealer Ort befunden worden. Und Wilfried Janicke und einige Mitstreiter begannen, das Gelände wieder so in Schuss zu bekommen, dass dort etwas für die Einheimischen und Gäste geboten werden kann.

Über all die Jahre war es dem Verein gelungen, Kindertagspartys, Sommer- und Oktoberfeste auf die Beine zu stellen. „Die Stadt hat uns immer unterstützt. Und Danilo Lieske und Heidrun Otto waren da, wenn sie Zeit hatten“, zollt er Lindows Amtsdirektor und Bürgermeisterin Lob. Ausdrücklich dankt er auch allen Lindowern, die dem Verein jahrelang die Treue gehalten und die Arbeit unterstützt haben.

Von Regine Buddeke

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