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Lindow Stadtfest gut besucht
Lokales Ostprignitz-Ruppin Lindow Stadtfest gut besucht
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13:36 08.07.2018
Hoch hinaus: Die Lindower Zirkuskids zeigten, was sie drauf haben. Quelle: Regine Buddeke
Lindow

Die Enten sind startklar und drängeln sich vor dem Balken, den Hansjörg Schubach in den leise schwappenden Wellen positioniert hat und gleich hochreißt wie bei den Hunderennen-Startboxen. Am Geländer der Dampfmühle verfolgen die „Besitzer“ den Start des Wettschwimmens – später marschieren sie zum Zielpunkt an der Kirche, wo die Teilnehmer wieder aus dem Wasser gefischt werden. Gut 200 der gelben Quietschedinger sind am Start – alle mit Nummer am Bauch.

Entenrennen, Schach, Büchsenwerfen und die Zirkuskids: Beim Lindower Stadtfest gab es viel Kurzweil und jede Menge Musik: vom Karnevals Klub FKK, von Travestie-Star Kiki Cessler, Sängerin Ines Adler und später vom DJ.

Sie haben einige Meterchen im Lindower Stadt-Fließ vor sich, teils unterirdisch. Ob alle am Ziel ankommen, ist ungewiss – lauern doch tückische Wasserpflanzen oder andere Hindernisse. „Was nicht ankommt, wird Weihnachten mit Klößen und Rotkohl gegessen“, scherzt Petra Steffen, eine der Organisatorinnen des Lindower Stadtfestes, zu dem das Entenrennen seit Jahren gehört. Doch nicht nur das.

Bei schönstem Sommerwetter ist der Platz an der „Süßen Ecke“ von Anfang an voll mit Menschen. „Hier ist es enger und gemütlicher als auf dem Marktplatz“, erklärt Lindows Bürgermeisterin Heidrun Otto die Idee, daselbst zu feiern. Auch sie gehört zum fünfköpfigen Orga-Team. Fast bedauert sie ein wenig, dass abends keine Live-Band spielt. „Das konnte ja keiner wissen: Wir hatten im Vorfeld gedacht, dass Deutschland heute Fußball spielt – dann wäre hier Public Viewing statt Musik. Wir haben schon mal 2000 Euro für ne Band in den Sand gesetzt“, erinnert sie sich.

Am Samstagnachmittag eröffnet das Blasorchester Gransee das Fest – dann haben die Lindower Zirkus-Kids ihren Auftritt. Gekonnt kurven sie auf hohen Einrädern umher, lassen teller wirbeln und balancieren auf wippenden Rollenbrettern. Später zeigt die Tanzgruppe Butterfly, was sie drauf hat und dann Ines Adler die Bühne und das Mikro fest in der Hand. Während Alt und Jung Kaffee und Kuchen respektive Bratwurst und Bier vernascht, singt die „altgediente“ Sängerin Hits nonstop.

„Ich hatte ein bisschen Bedenken, sie einzuladen – weil wir sie schon so oft hier hatten“, verrät Heidrun Otto. Die waren indes unberechtigt. „Sie ist nach wie vor beliebt beim Publikum“, hat Otto registriert und auch sonst viel positives Feedback zum Fest bekommen – auch zum Standort.

Für die Kinder gibt es einiges zu Tun: Tobe-Landschaft, Karussell und die Aqua-Zorbing-Bälle. Wer es konzentrierter mag, kann bei Angela Wolfs Schachspiel-Sammlung verweilen.

Auch der AWO-Betreuungsdienst Lindow ist mit Farbe und bemalbaren Stoffbeuteln vor Ort: „Wir wollen uns vorstellen und Ehrenamtler werben“, erklärt Anja Dietrich. Mittlerweile gebe es in Lindow nur noch eine einzige engagierte Ehrenamtlerin.

Der Vorabend gehört den Närrinnen des FKK. ie haben ein buntes Karnevals-Potpourri zusammengestellt und heizen die Menge in launigen Nummern bereits für Travestie-Star Kiki Cessler warm. Die kommt, den vollen Busen hochgeschnürt, auf schwindelerregenden Absätzen gleich zur Sache. Bad in der Menge ist immer besser als Bühne – sagt sie sich und folgt ihrem Ober-Motto: Spaß soll es machen. Sie flirtet mal hier, tätschelt mal da und singt die guten Hits, dass das Festzelt in beseeltes Schunkeln ausbricht. Bei „Tulpen aus Amsterdam“ gibts kein Halten mehr.

Für die Organisatoren hagelt es Komplimente. „So einen Zulauf hatten wir lange nicht“, freut sich Heidrun Otto – trotz der zwei Euro Eintritt. „Ich schätze, wir haben heute um 1000 Gäste gehabt“, sagt Petra Steffens – da ist der Abend mit DJ und Feuerwerk noch nicht vorbei.

Von Regine Buddeke

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