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Lindower Amtsdirektor tritt erneut an

Die ersten acht Jahre sind bald um Lindower Amtsdirektor tritt erneut an

Der Lindower Amtsausschuss soll darauf verzichten, die Stelle des Verwaltungschefs neu auszuschreiben. Tut er es doch, will sich Danilo Lieske trotzdem um eine zweite Amtszeit bewerben.

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Danilo Lieske will in Lindow weitermachen.

Quelle: Peter Geisler

Lindow. Der Lindower Amtsdirektor Danilo Lieske (SPD) will für eine zweite Amtszeit antreten. Für acht Jahre war der Familienvater aus Letschin an der Oder im Dezember 2007 zum Verwaltungschef in Lindow gewählt worden – als Nachfolger von Peter Hortig. In diesem Jahr endet Lieskes erste Amtszeit. Der mittlerweile 48-Jährige will sich nun um eine zweite Wahlperiode bewerben.

Seine Bereitschaft, das Lindower Rathaus weitere acht Jahre zu führen, hatte Danilo Lieske bereits am 1. Juni erklärt. Am Montag, 14. September, soll nun der Amtsausschuss per Beschluss darauf verzichten, die Stelle des Amtsdirektors öffentlich auszuschreiben.

„Es wäre das legitime Recht des Amtsausschusses, die Stelle auszuschreiben“, sagt Danilo Lieske. Er selbst sage aber schon seit Jahren, dass er nichts anderes vorhabe, als Amtsdirektor in Lindow zu sein. Er fühle sich wohl in Lindow und er gehe die Sache selbstbewusst an, so der Wahlbeamte. Trotzdem dürfe man sich im Leben nie sicher sein: „Die Entscheidung fällt am Wahlabend.“

Danilo Lieske hatte nie Probleme, mit den Lindowern warm zu werden. Vor einigen Jahren hat er sich in der Stadt ein Haus gebaut, ist in den Sportverein eingetreten und heute mit vielen Leuten per Du. „Man muss auf die Leute zugehen“, sagt er. In seiner hemdsärmeligen Art gelang es dem Verwaltungschef in den vergangenen Jahren, große Summen an Fördermitteln und aus dem kommunalen Ausgleichsfonds nach Lindow zu holen und damit unter anderem eine neue Kita zu bauen und Straßen zu sanieren.

Auch für die nächsten acht Jahre sieht er große Aufgaben auf das Amt Lindow zukommen – nicht nur durch die Kreisgebietsreform und die für 2020 erwartete Verwaltungsreform, so der gut mit dem Landtag vernetzte Verwaltungschef. Es sei wichtig, kommunale Einrichtungen effizienter zusammenzuführen. Unter anderem müsse über die Zukunft des Tourismuspavillons auf dem Lindower Marktplatz entschieden werden. Einsparpotenzial sieht der Amtsdirektor auch bei den Straßenlampen. Auch das Sanieren müsse weitergehen. Die Außenanlagen der Lindower Grundschule sollen gestaltet und der Schulweg sicherer gemacht werden, speziell in der Neuen Straße.

Der Verwaltungschef hofft auch, die Umstellung auf die doppelte Haushaltsführung in Konten (Doppik) endlich abschließen und in diesem Jahr noch die Eröffnungsbilanzen für die ersten drei Gemeinden vorlegen zu können. Darin wird das Vermögen der Gemeinde bis hin zum letzten Stuhl bewertet.

Wenn diese Bilanzen vorliegen, will Danilo Lieske als erstes um die Entschuldung der Gemeinde Herzberg „kämpfen“, wie er sagt. Gerade diese Gemeinde könne finanziell eigenständig existieren, wenn sie die Altlasten einmal los ist.

Er hat sich also viel vorgenommen für die nächsten acht Jahre. Falls der Amtsausschuss die Stelle des Amtsdirektors trotzdem ausschreibt und weitere Kandidaten sucht, will Lieske nicht so reagieren wie vor fünf Jahren der damalige Temnitz-Amtsdirektor Mathias Wittmoser. der sah „das Vertrauen gebrochen“ und stand für eine zweite Amtszeit nicht mehr zur Verfügung. „Wenn die Stelle ausgeschrieben wird, müsste der Amtsausschuss auch mit einer Bewerbung von mir rechnen“, sagt Danilo Lieske.

Von Christian Schmettow

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