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Ostprignitz-Ruppin Lindower Dealer wird weiter belastet
Lokales Ostprignitz-Ruppin Lindower Dealer wird weiter belastet
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20:48 14.04.2016
Insgesamt 84 Kilogramm Marihuana soll der Angeklagte erworben und verkauft haben. Quelle: Imago
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Neuruppin

Manchmal spielt einem der Zufall in die Hände. So war es auch bei den polizei­lichen Ermittlungen gegen Mario G. Der 37-Jährige Lindower steht seit dem 4. April vor dem Landgericht Neuruppin, weil er von Dezember 2014 bis Oktober 2015  mit insgesamt 84 Kilogramm Marihuana gehandelt haben soll.

Polizei wollte schon Ermittlung aufgeben

Der Polizeibeamte Torsten U. hatte bereits im Dezember 2014 gegen ein Pärchen ermittelt, das Drogen in größeren Mengen im Raum Wittstock und Pritzwalk absetzte. Im Januar konnte die Polizei die beiden in Lindow ausmachen. Sie wurden im April 2015 festgenommen. A. benannte als Lieferanten unter anderen Mario G.

Die Ermittlungen gegen Mario G. liefen ins Leere: „Wir haben keine Erkenntnisse gewinnen können. Die Telefonüberwachung brachte auch nichts“, sagte Torsten U. am Donnerstag. Anfang Oktober wurde die Überwachung beendet. Da kam auf einmal Sebastian K. ins Spiel – der junge Mann, der Mario G. mit seiner Aussage vor Gericht brachte. „Sebastian K. hatte, völlig untypisch für die Drogenszene, offen ein Kilo Marihuana angeboten“, so der Beamte. Er fand auch einen Abnehmer, der ihn allerdings übers Ohr haute. Auch dieser war der Polizei bekannt.

Zeuge packte vor der Polizei aus

„Am Montag kurz vor Feierabend bekam ich einen Anruf von einem Kollegen, ob ich Interesse hätte, Sebastian K. zu vernehmen“, so Torsten U. Er hatte – und Sebastian redete: dass Mario G. die Drogen besorgte, sie absetzte, wo der Stoff versteckt wurde und vieles mehr. Am Folgetag holten die Beamten Sebastian K. in Schönbirken ab. Er führte sie zu den Tonnen, die im Wald an der Landesstraße 25 im Wald versteckt waren. „Die hätten wir nie gefunden“, sagte Torsten U. Lediglich kleine Mengen Drogen fanden sie in der Wohnung des Angeklagten, ansonsten keine Beweismittel wie beispielsweise Bargeld.

Als Torsten U. auf dem Hof stand, kam ein schwarzer Mercedes mit Berliner Kennzeichen durch die Einfahrt. Der Fahrer sah den Polizisten, legte sofort den Rückwärtsgang ein, schoß zurück und beschädigte dabei den Zaun, erinnerte sich U.

Den Deal auf eigene Rechnung hatte Sebastian K. auch zugegeben. Er hätte selbst so viele Schulden. Deshalb habe er sich ein Kilogramm aus der Tonne geholt und auf eigene Rechnung verkauft. Nach seinen Angaben lagerten dort aber noch zwei weitere Tüten sowie eine Kassette mit Kokain. Doch wie Mario G. feststellte, waren die Drogen spurlos verschwunden. Er stellte Sebastian K. zur Rede und verlangte 20.000 Euro.

Dann stand,wie Sebastian K.s Mutter schilderte, ein schwarzer Mercedes mit Berliner Kennzeichen vor der Tür. Ein Mann stieg aus, fragte nach Sebastian. Der Mann habe gedroht, so Kathrin K.: „Wenn er das Geld nicht bekomme, schicke er Araber, die das Haus abfackeln.“ Und er habe ein Ultimatum gestellt. Anschließend habe sie erst einmal ihren Sohn zur Rede gestellt. Er solle alles zugeben, habe sie ihn beschworen. Im Familienkreis sei dann beratschlagt worden. Sie gingen zur Polizei, Sebastian K. packte aus und Mario G. wurde verhaftet.

Am 22. April wird in dem Fall weiter verhandelt.

Von Dagmar Simons

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