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Lindower Drogenprozess geht weiter

Landgericht Lindower Drogenprozess geht weiter

Seit dem 4. April steht ein 37-jähriger Lindower vor dem Landgericht Neuruppin. Er soll 84 Kilogramm Marihuana sowie Kokain und Amphetamine verkauft haben. Er wird von seinem mutmaßlichen Handlanger belastet. Konkrete Beweise gibt es nicht. Anträge der Verteidigung, noch mehr Zeugen zu hören, lehnte das Gericht ab. Am 1. Juni soll ein Urteil verkündet werden.

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Seit dem 4. April muss sich ein 37-Jähriger wegen Drogenhandels vor dem Landgericht Neuruppin verantworten.

Quelle: dpa

Lindow. Es geht um viel für den 37-jährigen Mario G. aus Lindow, der seit Oktober vergangenen Jahres in Untersuchungshaft sitzt. Freispruch oder eine mehrjährige Haftstrafe stehen für den Familienvater auf dem Spiel. Sein mutmaßlicher Handlanger Sebastian K. hatte ihn belastet, in Lindow einen schwungvollen Drogenhandel betrieben zu haben. Von Ende Dezember 2014 bis Anfang Oktober 2015  soll Mario G. in der Drei-Seen-Stadt insgesamt 84 Kilogramm Marihuana erworben und an verschiedene Abnehmer verkauft haben, sowie mit etwa 200 Gramm Kokain und 800 Gramm Amphetaminen gehandelt haben. Seit dem 4. April muss sich der 37-Jährige vor dem Landgericht Neuruppin verantworten.

Verteidigung will Licht ins Dunkel bringen

Der bereits einschlägig vorbestrafte Angeklagte schweigt. Umso mehr kämpfen seine Verteidiger. „Wir versuchen alles, um den Sachverhalt zu klären. Denn der Vorwurf ist nicht unerheblich“, sagte Verteidiger Steffen Tzschoppe am Montag. Er stochere immer noch im Dunklen. Um Licht in die Sache zu bringen, beantragte die Verteidigung weitere Zeugen zu hören und Einsicht in die Krankenunterlagen und Kontoauszüge von Sebastian K.. Das alles, um an der Glaubwürdigkeit des einzigen Belastungszeigen Sebastian K. zu kratzen. Er habe seine Aussagen vor Gericht mehrfach verbessert und Angaben zu eigenem Drogenmissbrauch unterschlagen, so die Verteidigung. Außerdem habe der „einzige Belastungszeuge“ die Existenz eines zweiten Kontos verschwiegen, auf das anderes Geld als die Hartz IV-Bezüge geflossen seien, „am Amt vorbei aus unbekannten Quellen“.

Gericht lehnt Beweisanträge der Verteidigung ab

Sämtliche Anträge lehnte das Gericht ab, weil sie für die „Entscheidung unerheblich“ seien. Seine Ablehnung begründete es schriftlich auf sechs Seiten. Die Verteidigung hatte eine Stunde Zeit, um darauf zu reagieren. Zu wenig Zeit aus ihrer Sicht. „Nach dem Grundsatz des fairen Verfahrens“, so die Vorsitzende Richterin Grit Burzer, haben die beiden Verteidiger nun eine Woche Zeit, sich in Ruhe mit den Argumenten des Gerichts auseinanderzusetzen und gegebenenfalls neue Beweisanträge zu formulieren. Außerdem wollen sich die Prozessbeteiligten am kommenden Verhandlungstag eine der Tonnen ansehen, in der die Drogen in einem Erdversteck gelagert gewesen sein soll. Daraufhin, ob die vom Zeugen Sebastian K. genannten Drogenmengen darin Platz gehabt hätten.

Am 1. Juni wird ein Urteil erwartet.

Von Dagmar Simons

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