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Lindower Regattasegler feiern Einjähriges

Unter vollen Segeln Lindower Regattasegler feiern Einjähriges

Wettkampf – das ist das erklärte Ziel des Lindower Vereins der Regattasegler, der jetzt auf sein einjähriges Bestehen zurückblicken kann. 24 Mitglieder, davon sechs Jugendliche, bestreiten gut 20 Regatten pro Jahr. Im kommenden Jahr soll der Jugendbereich aufgestockt werden, mit zwei neuen Optis und gern auch mehr Kindern.

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Trainer Frank Steinmeyer (l.) mit einigen Vereinsmitgliedern am Gudelacksee in Lindow.

Quelle: Regine Buddeke

Lindow. Wenn der Wind über den Gudelacksee pfeift, juckt es Sophie Isabel Elbrandt in den Fingern. Seit der ersten Klasse ist die Elfjährige passionierte Seglerin – nicht ganz von ungefähr: Ihr Vater Frank Steinmeyer ist demselben Sport verfallen. Neben seiner Tochter trainiert er auch noch etliche andere Kinder des Vereins der Lindower Regattasegler. Der feiert am 11. Januar sein einjähriges Bestehen.

„Wir haben sportliche Ziele und sind ausschließlich am Regatta fahren interessiert“, erklärt Tony Groche, zweiter Trainer und Vereinschef, nicht nur den Vereinsnamen, sondern auch den Grund, warum er und seine Mitstreiter sich aus dem etablierten Lindower Seglerverein heraus in einem neuen zusammengeschlossen haben. 24 Mitglieder gebe es derzeit, darunter sechs Kinder und Jugendliche. Gefahren werden „Opti“ – die Einstiegsjolle für den Nachwuchs – weiterhin 420er Jollen, 15er Jollenkreuzer sowie die Segeljolle „Ixylon“. Im ersten Vereinsjahr sei man bestimmt bei 20 Regatten mitgefahren, zieht Groche Bilanz. „Ja, das waren ganz schön viele“, sagt Sophie Isabel, die darüber hinaus in sechs Trainingslagern war und zum Landeskader der A-Optimisten gehört.

Das Hobby erfordert viel Zeit. „Wir sind fast jedes Wochenende unterwegs“, so Tony Groche. Dazu komme das Training: Zweimal die Woche werden die Segel gesetzt. „Und manchmal ganz spontan am Samstag, wenn das Wetter gut ist“, so der Trainer. Für Sophie Isabel ist das mehr Lust als Stress: „Wir sind mittlerweile ein großer Freundeskreis. Ich freue mich immer auf die Regatten, weil ich dann die anderen treffe“, sagt die Seglerin, die überregional vom Landestrainer Jonas Nachtigall betreut wird. Das Ziel ist die Deutsche Meisterschaft in Helgoland im Juli. „Die Qualifikation hat sie schon fast in der Tasche“, sagt Groche stolz. Ein paar Punkte muss die Lindowerin nur noch sammeln – aber dafür reichen einige erfolgreiche Regatten im Frühling.

Wenn der Wind über den See pfeift, gibt es für die Vereinsmitglieder kein Halten mehr

Wenn der Wind über den See pfeift, gibt es für die Vereinsmitglieder kein Halten mehr.

Quelle: Regine Buddeke

Der Verein verfügt momentan über sechs private Regattaschiffe. Zwei Optis für die Kinder wurden als Vereinsboote angeschafft, darüber hinaus ein Trainerboot. Für 2016 ist der Kauf von zwei weiteren Optis geplant – um das Training auszuweiten und noch mehr Kinder in den Verein zu holen. „Wir finanzieren uns ausschließlich über Sponsoring“, so Groche. Einnahmen aus Liegeplätzen habe der Verein schließlich nicht. Der Verein logiert derzeit auf einem Privat­gelände am Gudelacksee und hat sich als Vereinsraum einen alten Zirkuswagen modernisiert. „Zusammen mit den Kids und deren Eltern“, erzählt der Vereinschef. Dafür gab es eine Finanzspritze der Sparkasse Ostprignitz-Ruppin und im Oktober den Preis des Kreissportbundes.

Gesegelt wird bei fast jedem Wetter – am liebsten aber, wenn die Sonne scheint

Gesegelt wird bei fast jedem Wetter – am liebsten aber, wenn die Sonne scheint.

Quelle: Regine Buddeke

Die Lindower schauen auch über den Tellerrand. Gerade wird ein Segler-Wintervergnügen organisiert – gemeinsam mit den beiden Neuruppiner Segelclubs. „Das soll Tradition werden“, so Groche, der damit alle Segler aus dem Landkreis an einen Tisch holen möchte, um Erfahrungen auszutauschen, Kontakte zu pflegen, Kräfte zu bündeln.

Im Bereich der 420-Jollen klappt das schon: „Die trainieren bei den Neuruppiner Regattaseglern“, sagt der 48-Jährige, der ebenfalls segelt, seit er 14 Jahre alt ist. Lindow würde sich auf das Training in der Opti-Klasse spezialisieren.

Als Höhepunkt im Jahr 2016 wird die Landesregatta der Ixylon-Klasse – die einzig überlebende DDR-Bootsklasse – auf dem Lindower Gudelacksee ausgetragen, vom Vereinsgelände der Regattasegler aus. „Wir mussten uns bewerben und haben den Zuschlag bekommen“, so der Trainer. Vier Bundesländer werden am Start sein. „Da wollen wir uns im Breitensport etablieren“, sagt Bert Groche.

Auch im Winter ruht das Training nicht, derzeit schwimmen die Regattasegler regelmäßig im Lindower Sport- und Bildungszentrum. Ohnehin ist die Segelsaison eine lange. „Bis Oktober sind wir auf dem Wasser“, so Groche. Jan Lukas Krieger sei im November noch bei einer Regatta gesegelt und habe den Yeti-Cup gewonnen. „Da hat’s geschneit“, erzählt der Schüler. Aber das sei kein Problem. Kritisch ist es nur, wenn kein Wind weht. „Mehr Wind macht mehr Spaß“, sagt Lukas. Und spricht seinen Vereinskollegen damit aus dem Herzen.

Von Regine Buddeke

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