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Ostprignitz-Ruppin Lindower Stahlbau jetzt aus Neuruppin
Lokales Ostprignitz-Ruppin Lindower Stahlbau jetzt aus Neuruppin
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00:32 21.01.2016
Geschäftsführer Heinz Scherer mit Bauplänen in der neuen Halle.
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Neuruppin

Wo früher Steine bearbeitet wurden, entstehen jetzt Brücken, Brüstungen für Balkone, Hallenelemente und Dachaufstockungen – Hauptsache aus Stahl.

18 Jahre lang hatte die Firma Stahl- und Brückenbau Lindow in Lindow produziert – in einer gemieteten Halle auf dem Gelände der Tiefbaufirma Eurovia VBU. Seit Mitte Dezember trägt die SBL „Lindow“ nur noch in ihrem Namen, denn die Firma ist mit ihren 24 Arbeitsplätzen nach Neuruppin umgezogen. Im Gewerbe­gebiet Treskow konnte die Gesellschaft Hallen und Büros aus der Insolvenzmasse des ehemaligen Natursteinwerkes kaufen. „Ein Neubau wäre teurer gewesen“, sagt der Geschäftsführer Heinz Scherer.

Ein Schweißer bei der Arbeit. Quelle: Peter Geisler

Was die Firma zum Umzug bewogen hat: Eigentümer zu sein statt Mieter, 1000 Quadratmeter mehr Fläche zu haben als vorher – in einer Halle, die die Zufahrt nun auf der richtigen Seite hat, Kräne, die jetzt 16 Tonnen Last heben können statt bisher acht Tonnen, und die Nähe zur Autobahn. SBL liefert seine riesigen Stahlteile deutschlandweit aus. Ob eine Brücke über die A2 bei Dortmund, 119 Balkonanlagen für das Haus Cumberland in Berlin, Strahl- und Lackierhallen für Liebherr in Rostock, eine Krahnbahn für Bombardier in Hennigsdorf oder das 72 Tonnen schwere Wehr in Gnevsdorf zwischen Havel und Elbe: Nun müssen die riesigen Stahlteile nicht mehr durch die Stadt speditiert werden, ehe sie die Autobahn erreichen.

Für Mitarbeiter, die in Lindow wohnen, bringt der Umzug dagegen Unannehmlichkeiten mit sich. Wer bisher mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren konnte, ist jetzt auf den Bus oder das Auto angewiesen. Auch Heinz Scherer hat jetzt einen längeren Arbeitsweg. Aus Lindow und Umgebung wegziehen wird deswegen aber wohl keiner, ist sich der Lindower Amtsdirektor Danilo Lieske (SPD) sicher. „Der Wegzug von SBL tut schon weh“, räumt der Verwaltungschef ein. „Wir hätten lieber noch mehr solche Firmen als eine zu verlieren“, sagt er. Die Gewerbesteuer kassieren nun andere.

Auch Geländer werden von der Firma produziert. Quelle: Christian Schmettow

Mit günstigen Steuersätzen könne Lindow kaum Firmen anlocken, sagt der Amtsdirektor, denn als notleidende Kommune, die Landeshilfe in Anspruch nimmt, muss sich Lindow im Gegenzug verpflichten, höhere Steuern zu nehmen. „So beißt sich die Katze in den Schwanz“, sagt Lieske.

Dennoch waren die Steuersätze nicht der Grund, der SBL vertrieben hat. Lindow konnte den Stahlbauern einfach kein besseres Gewerbegrundstück anbieten. 2002 verhandelte SBL zwar auch schon mal über ein Grundstück im leer stehenden Gewerbepark Herzberg bei Lindow, aber dort hätten die Stahlbauer komplett neu bauen müssen. „Da haben meine Gesellschafter nicht mitgespielt“, sagt Heinz Scherer.

Er ist mit dem neuen Firmensitz in Treskow zufrieden: stärkere Kräne, größere Halle – SBL ist flexibler geworden und kann nun für seine Kunden noch größere Teile zusammenschweißen und am Stück ausliefern. Am Boden der Halle liegen gewaltige Stahlteile, die an Leitern für Riesen erinnern. Sie werden einmal mit Beton ausgegossen und dann Balkone tragen an einem Wohnhaus in der deutschen Hauptstadt.

Von Christian Schmettow

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