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Lindower lehnen 5000-Euro-Angebot ab

Bürgermeisterin wirbt vergebens Lindower lehnen 5000-Euro-Angebot ab

Eine Spende von 5000 Euro, die Lindow zur Gestaltung von Grünanlagen verwenden kann, hat ein Investor der Drei-Seen-Stadt angeboten. Im Gegenzug sollten die Abgeordneten zustimmen, dass die Stadt eine benachbarte Fläche nicht bebauen wird. Das hat Lindow zwar nicht vor, dennoch lehnten die Abgeordneten das Angebot am Donnerstag ab.

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Lindow hat viel Grün. Zur Pflege hat ein Investor jetzt eine Spende angeboten. Diese wurde abgelehnt.

Quelle: Peter Geisler

Lindow. In der sogenannten Brandmauer des letzten Hauses vor der „süßen Ecke“ am Lindower Marktplatz werden keine Fenster eingebaut. Das haben die Stadtverordneten am Donnerstagabend beschlossen – und auch das Angebot des Investors abgelehnt. Dieser hatte eine Spende von 5000 Euro vorgeschlagen, die die Stadt für die Gestaltung von Grünanlagen ausgeben könne. Im Gegenzug sollten ihm die Lindower erlauben, dass er Fenster in die Brandmauer des Hauses einbauen darf. Weil die Mauer damit ihre Schutzfunktion verlieren würde, müsste die Stadt zustimmen, dass die benachbarte Fläche aus Brandschutzgründen nicht bebaut wird.

Das hat Lindow sowieso nicht vor. „Wir wären mit dem Klammersack gepudert, wenn wir die Fläche bebauen und damit den Blick zum Wutzsee versperren“, sagte Bürgermeisterin Heidrun Otto (CDU). „Das Ensemble am Markt würde mit den Fenstern gewinnen“, warb Otto für den Vorschlag des Investors.

Doch die Bedenken der Abgeordneten waren größer. „Ist die Kommune wirklich Eigentümer der benachbarten Fläche?“, fragte Bert Groche (FDP). Immerhin habe da mal ein Kolonialwarenladen gestanden. Die öffentliche Grünfläche sei der Stadt zugeordnet worden, sagte Amtsdirektor Danilo Lieske. Demnach hat das Grundstück zu DDR-Zeiten der Gebäudewirtschaft gehört. Dieter Brauch (Linke) blieb skeptisch. „Können wir uns darauf verlassen, dass die Stadt im Grundbuch als Eigentümer eingetragen wird und nicht plötzlich ein Erbe auftaucht?“ Das konnte niemand sagen. Daraufhin lehnten acht Abgeordnete das 5000-Euro-Angebot ab, nur sechs stimmten dafür. Der neue Eigentümer des Hauses will acht Wohnungen bauen, zwischen 50 und 80 Quadratmeter groß.

Von Andreas Vogel

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