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Lindows Feuerwehrchef kritisiert das Land

Feuerwehr-Förderpolitik Lindows Feuerwehrchef kritisiert das Land

Als „groben Fehler“ hat es Lindows Feuerwehrchef Manfred Mewes bezeichnet, dass das Land seit einigen Jahren nur noch sogenannte Stützpunkt-Feuerwehren fördert. Grund: In den anderen Wehren fehle damit das Geld für Ausrüstung, für Reparaturen an der alten und für das Anschaffen neuer Technik. Doch Lindows Feuerwehrleute haben noch ein ganz anderes Problem.

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Gefreut hat sich Lindows Feuerwehrchef Manfred Mewes über die Verstärkung aus der Jugendfeuerwehr.

Quelle: Andreas Vogel

Lindow. Deutliche Kritik hat Lindows Feuerwehrchef Manfred Mewes an der Förderpolitik des Landes geäußert. „Es ist falsch, dass nur noch Stützpunkt-Feuerwehren gefördert werden“, sagte der 58-jährige Lindower am Freitagabend bei der Jahresdienstversammlung seiner Wehr.

Im gesamten Amt Lindow gibt es keine Stützpunktwehr. Grund: Dazu müssten stets zwei komplette Feuerwehrzüge mit insgesamt 44 Kräften einsatzbereit sein. „Das schaffen wir nicht“, so Mewes. Gleichwohl hält er die Förderstrategie des Landes für einen „groben Fehler“. Denn „ohne Geld gibt es keine neuen Fahrzeuge“. Zwar sind die Ämter, Städte und Gemeinden für den Brandschutz zuständig, doch ohne Zuschuss vom Land fällt es diesen schwer, die Kosten für neue Ausrüstung und Technik zu stemmen. Auf der anderen Seite seien auch die Kosten für die Reparatur der alten Technik „erheblich“, so Mewes. So drängt Lindows Feuerwehr seit Längerem auf einen Ersatz für einen W 50, der mehr als 30 Jahre alt ist. Doch weil dieser noch fährt, wurde die Investition immer wieder verschoben. Offen ist ebenfalls, wann es Ersatz für die alte Drehleiter gibt. Allein die Kosten für die neuen Schläuche bezifferte Mewes mit rund 10 000 Euro. Klar ist hingegen, dass in diesem Jahr das mehr als 20 Jahre alte Spreiz- und Schneidgerät aussortiert und durch ein neues ersetzt wird. Mit dieser Technik werden Autos aufgeschnitten, um eingeklemmte Personen retten zu können. „Die neuen Geräte haben mehr Kraft und schneiden besser“, so Mewes.

Mehr Wehrleute in Lindow

Die Lindower Feuerwehr hat seit Freitagabend 47 Brandschützer in ihrer aktiven Abteilung: Vier Mädchen und ein Junge rückten aus der Jugendfeuerwehr auf, hinzu gibt es vier Quereinsteiger.

Im vergangenen Jahr mussten die Lindower Brandschützer, die eng mit den Feuerwehrleuten in Schönberg, Seebeck und Keller zusammenarbeiten, zu insgesamt 69 Einsätzen ausrücken. Dazu gehörte im Juli auch der Brand in einem Kellerraum der Lindower Sportschule. Dabei hatte der Sicherheitsdienst 200 Leute evakuiert.

Erst im September hatte die Lindower Feuerwehr einen Mann aus seinem Auto befreien müssen, der damit gegen einen Baum geprallt war. Für den 45-Jährigen kam jedoch jede Hilfe zu spät. Er starb noch am Unfallort.

Zufrieden sind die Lindower Feuerwehrleute mit dem Digitalfunk, der 2015 eingeführt wurde. „Der funktioniert prima“, sagte Ortswehrführer Mewes. Sorgen bereitet ihm indes, dass es unter den Lindower Brandschützern kaum noch Leute mit einem Lkw-Führerschein gibt. Deshalb musste die Wehr im vergangenen Jahr sogar einen Einsatz absagen. Mewes hofft, dass Lindow für einige Aktive die Kosten für den Lkw-Führerschein übernimmt. Amtsdirektor Danilo Lieske deutete am Freitag Gesprächsbereitschaft an.

Von Andreas Vogel

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