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Ostprignitz-Ruppin Lindows Jecken sind die Stars in der Manege
Lokales Ostprignitz-Ruppin Lindows Jecken sind die Stars in der Manege
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23:48 31.01.2016
Stars in der Manege: Alma von der Alm hat ihre Kühe im Griff. Ob Chantal, Wanda, Berta, Elsa oder der obergeile Zuchtbulle Edwin. Wenn Alma die Peitsche schwingt, besteigen sich die Rindviecher auch in Pyramidenform. Quelle: Regine Buddeke
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Lindow

Die Welt ist ein Zirkus und alle sind die Narren – so lautet das diesjährige Motto des Lindower Karnevals-Klubs (FKK). Seit 42 Jahren sorgen die Jecken für einen abendfüllenden Angriff auf die Lachmuskeln. Elferrats-Präsident Heiko der Waldgeist hat etliche Jecken-Minister um sich geschart, die mit Rat und Witz am Programm gefeilt haben: Torsten den Knausrigen, Karsten den Erleuchter, Ulf den Maulwurf, Norbert den Vokalakrobaten, Thomas den Rostigen und Ulf den Mehligen – um nur einige zu nennen. Feierlich marschieren die Narrenkappen tragenden Jecken am Sonnabend inmitten der wadenschwingenden Funken in die Manege – wo Zirkusdirektorin Annet Ehm im Harlekin-Kostüm durch den Abend führt, unterstützt von Heidi Harth. Zu Gast sind bei der Premiere auch die Jecken aus Friesack, die unter den Lindower Narren ihre„Mentoren“ haben.

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Die Lindower Narren feiern in dieser Saison im Zirkuszelt: Tiere jeder Spezies, Dompteure und jede Menge Clowns tummelten sich nicht nur in der Manege sondern auch im feierfreudigen Publikum.

Zuerst hat Walter der Trübsinnige seinen Auftritt: Wie in jedem Jahr verleiht er Orden mit Bandwurm-Namen für vom Pech verfolgte Lindower – etwa den Ein-Tag-zu-spät-zur-Party-gekommen-aber-Feiernachhol-Orden am Bande. Manfred der Unpolitische parliert ein wenig Stammtisch-Deutsch – dann kommen die Clowns. Und ein scharfes Wesen, um das die drei bunten Gesellen buhlen. Und wie so oft galt: am Ende ist nichts, wie es scheint – im Zirkus ganz besonders. Die Braut entpuppt sich als Kerl, mit langem, in Ringel gehüllten Beweisstück. Die 130 Narren im Publikum johlen – Mönche und Matrosen, Haremsdamen und Harlekine, Bienen und Käfer, Piraten und Pierrots sowie natürlich jede Menge Clowns – wen wundert’s?

Die Lindower Eichen fehlen nie: Norbert Franke, der asketische General, hat seine Pickelhauben-Feinripp-Truppe gut im Griff, die meisten rocken am Rollator oder im Rollstuhl. „Was soll ich mit der Asthmatruppe?“, donnert der Chef und holt junge Leute dazu. Corina Brunow alias Alma vom Kuhstall zeigt, dass sie nicht auf den Mund gefallen ist. „Dick?“, poltert sie. „Ich bin so, wie ein Camembert gern wäre: gut gereift und mit hohem Fettanteil.“ Außerdem: „Entweder du vertrocknest mit 18 oder platzt mit 70.“ Die Gäste beömmeln sich, spätestens als Edwin der Zuchtbulle von Alma gebändigt wird. Die rüstigen Rentner wagen einen Spagat, Oskar Schlabuffke, der Methusalem-Meckerer plaudert über deutsche Schlager und die Rentner-Bravo – pardon, Apotheken-Umschau, dann kommt die Tierdressur. Schnappi das Krokodil, die Biene Maja und noch weitere zeigen, dass sie für Leckerlis alles tun. Ein toller Einfall ist das Orchester. Die Instrumentalisten haben alles dabei: drei Körper dienen als Geige, Cello, Bass und mehr – die hibbelige Corina Brunow dirigiert. Und dann kommt, was kommen musste: das Männerballett. Wie immer sorgen die drallen Waden, die quietschbunten Hula-Kostümchen, die wogenden Busen und der überbordende Charme für ein lautes „Lindow helau!“

Von Regine Buddeke

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