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Linedance-Event in Schönberg gut besucht

Abtanzen bis der Sheriff kommt Linedance-Event in Schönberg gut besucht

„Shuffle, shuffle, side-kick“ – so klingt es, wenn der Trainer seiner Linedance-Gemeinde eine neue Choreographie nahebringt. Zweimal im Jahr gibt es auf der Mustang-Ranch in Schönberg ein langes Tanz-Wochenende, zu dem die Fans aus ganz Deutschland anreisen. Ein Höhepunkt ist immer das Country- und Westernfest am Samstagabend.

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Die Tanzfläche bebte unter den Linedancern.

Quelle: Buddeke

Schönberg. Wenn hundert Line­dancer gleichzeitig aufstampfen, klingt das schon ganz ordentlich. So geschehen am Samstagabend beim Country- und Westernfest, das für die Teilnehmer des Line­dance-Wochenendes auf der Schönberger Mustang-Ranch immer ein Höhepunkt ist. Da wird sich hübsch aufgerüscht: Westernhelden und Cowgirls wollen schließlich eine passable Figur auf der Tanzfläche machen. Da wippen Petticoats unter bunten Kleidern, Fransen baumeln von Westen und Stiefeln, Hüte sind praktisch unverzichtbar und Jeans- und Karohemdträger machen auch nichts verkehrt.

Fliegende Röcke, stampfende Füße

Fliegende Röcke, stampfende Füße.

Quelle: Buddeke

Dass die Tanzfläche so voll ist, hat viele Gründe. Zum einen ist es Ranchbetreiber Renato Juran und seiner Frau Ricarda Schulz zu danken, dass die Linedance-Partys einschlagen wie eine Bombe. Die Szene weiß, wo Schönberg liegt, und kommt zuverlässig. „Fast 100 Wohnwagen sind da“, freut sich der Gastgeber, der für fulminante Musik gesorgt hat. Am Samstag spielen die „Wicked Wildcats“ aus Österreich. Das geht nicht nur gut ins Ohr, sondern überzeugt auch optisch: Die drei Mädels inmitten ihrer männlichen Kollegen sind eine Augenweide in ihren Miedern und Rüschen, die sowohl Saloon-Chic als auch Wiener Rokoko vereinen.

Augen- und Ohrenweide

Augen- und Ohrenweide: die Wicked Wildcats

Quelle: Buddeke

Am Vorabend bei der Linedance-Party hat DJ Westco aufgelegt, der am Wochen­ende auch die Workshops angeleitet hat. Auch er ist nicht irgend einer im Geschäft: Dreimal in Folge hat ihn die Szenezeitschrift „Living Line­dance“ bereits zum besten DJ gekürt. Das wissen auch die Fans, die aus ganz Deutschland nach Schönberg gereist sind. „Wir tanzen gern und oft, wenn er auflegt. Also macht es auch Sinn, seine Workshops zu belegen“, sagt Katrin Wiedmann aus Königs Wusterhausen. Sie hat am Sonnabend drei neue Tänze gelernt: den „Rose budded Tears“, „It’s all right“ und „Lake Darbonne“. Katrin Wiedmann tanzt seit fünf Jahren und hat das Ziel, pro Jahr 50 neue Tänze zu lernen. „282 habe ich schon“, sagt sie stolz und verrät, dass sie um die 25 Westernoutfits im Schrank hat. „Das ist wie eine Sucht“, bekennt sie. Im Sommer tourt sie wie fast alle Linedancer von Event zu Event. Von Schönberg ist sie angetan. „Die Atmosphäre hier ist toll“, schwärmt sie. „Wir wurden hier so familiär aufgenommen.“ Das sei überhaupt das Schöne am Linedance: „Selbst wenn man allein irgendwo hinfährt, ist man nie allein. Man kennt immer irgendjemanden – wir sind eine große Gemeinde.“

 Auch Paartanz ist beim Linedance möglich

Auch Paartanz ist beim Linedance möglich.

Quelle: Buddeke

Von Regine Buddeke

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