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Ostprignitz-Ruppin Im Gleichschritt Spaß
Lokales Ostprignitz-Ruppin Im Gleichschritt Spaß
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00:28 11.06.2015
Rund 500 Menschen sind dieses Jahr zum Linedance-Fest nach Schönberg gekommen. Quelle: Regina Buddeke
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Schönberg

„Wahnsinn, ich glaube ich muss anbauen“, sagt Renato Juran. Die Freude leuchtet in seinem Gesicht. Jahr für Jahr waren es mehr Linedancer, die zum dreitägigen Workshop-Wochenende auf seine Schönberger Mustang-Ranch gekommen sind. 2007 wurde mit gerade mal 50 Leuten gestartet, die bei der allerersten Linedance-Party noch auf Paletten sitzen mussten. An diesem Wochenende waren es 500, die Sitzgelegenheiten sind mittlerweile vielfältig und dem Ranch-Ambiente angepasst. Noch am Samstag rollen Wohnwagen auf den Platz – mehr als hundert stehen dort, laut Juran ein neuer Rekord. In der Szene hat sich mittlerweile herumgesprochen, dass es in Schönberg urig-gemütlich zugeht, jedes Jahr neue Accessoires dazukommen: Barhocker in Sattelform an der Westernbar, der Saloon mit den Schwingtüren, die Stehtische so bunt wie die WC-Wagen – einer sogar barrierefrei. In diesem Jahr ist eine großflächige Partybeleuchtung installiert worden. „Reno“, wie ihn alle nennen, investiert seine ganze Freizeit in das nostalgische Festgelände. Das honorieren auch die stilecht gekleideten Gäste. Da wirbeln Petticoats unter bunten Kleidern, die Männer kommen mit breitem Gang daher, in Jeans und Fransenweste, das Schweißtuch hängt aus der Tasche. Karohemden sind Usus, genauso wie der Cowboyhut. Überall sieht man westerntypische Accessoires. Auch getanzt wird wie im wilden Westen.

Die Mustang-Ranch in Schönberg ist am Wochenende fast aus allen Nähten geplatzt. Grund dafür ist ein dreitägiger Linedance-Workshop gewesen. Zum ersten Fest dieser Art sind gerade einmal 50 Menschen gekommen. Dieses Wochenende waren es 10 Mal soviele. Die MAZ war dabei und zeigt die schönsten Bilder vom Wochenende.

DJ Mike WestCo, der gleichzeitig Workshopleiter ist, hat zwei neue Tänze mitgebracht: den „Long Pride“ und den „A Hell of a Ball“. Über Tag dürfen die Teilnehmer üben, was das Zeug hält, auf dass es am Abend sitzt. „Es gibt ja Linedancer, die bis 32 zählen können“, scherzt Mike. „Die bitte nach vorne. Und die bis 64 zählen können, tanzen hinten“, spielt er auf die unzähligen Schrittvariationen an, die mitunter sogar 96 Takte zählen. Für die Tänzer ist es gehupft wie gesprungen – sie haben ihren Spaß. Konzentriert schauen sie auf ihren Vortänzer, dennoch wird viel gelacht. „Ich mach euch heut richtig die Füße kaputt“, spornt Mike die Menge an. Die halten dagegen – schön synchron steppen, shuffeln und stampfen sie in Reih und Glied ihre Schritte, bis der Boden rhythmisch knallt.

Petra van Deyk trägt am Sonnabend zum Country- und Westernabend das VIP-Armband – das hat „Reno“ ihr verliehen. Die Lindowerin ist Gast der allerersten Stunde. „Ich habe schon immer mitgetanzt“, sagt sie begeistert und bedauert nur, dass sie bei der Linedance-Party am Freitagabend nicht dabei war. „Da hat Reno die alten Fotos von 2007 gezeigt.“ Seitdem sei so viel passiert: „Immer schöner, immer bunter“, lobt sie. „Genial hier. Eine wunderbar familiäre Countryszene“, sagt auch DJ Mike, der zum ersten Mal in Schönberg auflegt und die Workshops leitet. Renato Juran will keine Langeweile aufkommen lassen und sorgt immer für frisches Blut. Auch bei den Livebands ist Abwechslung angesagt – das am Sonnabend aufspielende Duo Little Rainbow war 2010 das letzte Mal in Schönberg. Die Musik geht in die Beine. Ingrid Wienicke wirbelt im himmelblauen Rock über den Tanzboden, im Schlepp eine ganze Horde Berliner.

Sie ist zum ersten Mal in Schönberg und begeistert. „Das Schöne ist, dass der Tanz international ist. Das kann man überall tanzen“, sagt die Linedancerin, die seit zehn Jahren zur Szene gehört, fast alle Events besucht und in Schönberg fast alle Gäste kennt – man ist halt in Familie. Mit Renato Juran ist sie über Facebook befreundet, nun kennt sie seine Ranch. „Ich komme wieder“, sagt sie im Brustton der Überzeugung.

Renato Juran ist mehr als zufrieden. „Nicht eine negative Stimme“, sagt er. Alle hätten sich rundum wohlgefühlt – am Samstag habe die Band bis nach Mitternacht gespielt. „Als Rausschmeißer mussten wir Andrea Berg spielen“, sagt er und lächelt. „Keiner wollte gehen.“

Von Regina Buddeke

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