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Linke will Scherkenbach als Landrat

Neuruppin Linke will Scherkenbach als Landrat

Der Mediziner Christian Scherkenbach bewirbt sich jetzt offiziell um das Amt des Landrates im Kreis Ostprignitz-Ruppin. Der Kreisverband der Partei Die Linke hat ihn am Donnerstag einstimmig als seinen Kandidaten gewählt. Scherkenbach ist damit der Dritte, der sich am 22. April zur Wahl als Chef der Kreisverwaltung stellt.

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Christian Scherkenbach will Landrat im Kreis Ostprignitz-Ruppin werden.

Quelle: Reyk Grunow

Neuruppin. Jetzt ist es offiziell: Der Mediziner Christian Scherkenbach kandidiert für die Partei Die Linke bei der Wahl am 22. April um den Chefposten in der Verwaltung des Landkreises Ostprignitz-Ruppin. Bei seinem Neujahrsempfang Ende Januar hatte der Kreisverband der Linken Scherkenbach in Kyritz bereits als seinen wahrscheinlichen Kandidaten vorgestellt. Am Donnerstagabend haben ihn die Mitglieder im Neuruppiner Restaurant Tempelgarten nun offiziell gewählt: Christian Scherkenbach erhielt 100 Prozent der Stimmen, alle 28 stimmberechtigten Linken-Vertreter waren für ihn. Gegenkandidaten gab es nicht.

Zuvor hatte der 58-Jährige sich und seine Ziele vorgestellt. Seit 1998 arbeitet Christian Scherkenbach als Arzt an den Ruppiner Kliniken. Neben seiner eigentlichen Tätigkeit als Mediziner hat er dort diverse andere Aufgaben. Er ist für die Abrechnungen mit den Krankenkassen maßgeblich verantwortlich, ist Hygienebeauftragter, leitet den Betriebsrat und ist stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrates in dem kreiseigenen Unternehmen.

Gesundheitsversorgung, Nahverkehr und bürgernahe Verwaltung

Scherkenbach ist bekennender Buddhist und überzeugt, dass ihm diese Lebenphilosophie auch bei seiner Arbeit sehr hilft. Die Verbesserung der Gesundheitsversorgung im ländlichen Raum steht für ihn ganz oben auf der Liste seiner Ziel, sollte er gewählt werden. Hinzu kommt der Ausbau des öffentlichen Personenverkehrs, auch am Wochenende und außerhalb der Schulzeit, ein Umbau der Verwaltung zum Dienstleister für die Bürger und die Förderung der Unternehmen des Landkreises. „Eine Privatisierung der Ruppiner Kliniken wird es mit mir nicht geben“, versicherte er am Donnerstag. Das Thema bereitet den Mitarbeitern des Krankenhauses immer wieder Sorgen, auch wenn es offiziell im Landkreis gar nicht diskutiert wird.

Christian Scherkenbach ist der dritte Kandidat für das Amt des Landrates in Ostprignitz-Ruppin. Für die SPD geht Amtsinhaber Ralf Reinhardt ins Rennen, die CDU hat den Wulkower Landwirt und Kreistagsabgeordneten Sven Deter nominiert.

Die Bürger haben am 22. April die Wahl

Nach dem Gesetz haben am 22. April die Bürger die Wahl, welchen der Bewerber sie in den kommenden acht Jahren an der Spitze der Kreisverwaltung sehen wollen. Die Direktwahl des Landrates war 2010 in Brandenburg eingeführt worden – bisher allerdings mit mäßigem Erfolg. Meist haben sich in der Vergangenheit an den Abstimmungen zu wenige Wähler beteiligt, um die vorgeschriebene Untergrenze von 15 Prozent der Wahlberechtigten zu erreichen. Passiert das, entscheidet später der Kreistag darüber ab, wen er zum Landrat machen will.

Von Reyk Grunow

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