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Ostprignitz-Ruppin Linower Jecken lassen es krachen
Lokales Ostprignitz-Ruppin Linower Jecken lassen es krachen
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15:21 26.02.2017
Schöne Kostüme, mitreißend getanzt: die Cancan-Girls mussten ihre Nummer wiederholen. Quelle: Regine Buddeke
Braunsberg

Ein Feierlokal gibt es in Linow nicht mehr. Dennoch lassen es sich die Karnevalisten nicht nehmen, ihre langjährige Faschingstradition zu hegen und zu pflegen. Wenn nicht in Linow, dann halt woanders. Zur letzten Saisonveranstaltung der 30. Session feierten 120 Jecken im Saal der Pension in Braunsberg. „Wir satteln die Hühner und reiten in die Erdbeeren“ hieß das Motto und demgemäß tummelten sich jede Menge Erdbeeren, Bienchen, Marienkäfer, Schnecken und Landwirte im Saal.

Die Linower Jecken haben es sich nicht leicht gemacht: gute zweieinhalb Stunden alberten sie sich am Sonnabend durch das Motto „Wir satteln die Hühner und reiten in die Erdbeeren“. Die Party in Braunsberg war die letzte Veranstaltung der Saison. Und kam bei den Gästen sehr gut an.

Von den 27 Mitglieder sind fünf Gründungsmitglieder dabei – Präsident Burkhardt Stranz und die Ehepaare Stein und Rieck. Insofern wurde auch im Kostümfundus gestöbert und eine Modenschau der Best-of-Kostüme vergangener Jahre zwischen die Nummern gestreut: als nette Reminiszenz an frühere Feste und gleichzeitig Ausblick in die Zukunft.

Alles in allem haben die Linower ganze Narren-Arbeit geleistet: Das Programm begeisterte Groß und Klein. Der Ortsvorsteher und LFC-Präsident Burkhardt Stranz schwingt Reden aus der Bütt, die behelmten Handwerker schwingen die muskulösen Hüften und singen „YMCA – mir sing’ wie bleede YMCA“. Da düst die Oma in Kittelschürze auf dem Tretroller-Motorrad durch den Hühnerstall – mitten durch die panisch flatternde Hühnerschar. Angela Otto, der Export aus Luhme, moderiert die Nummern im Erdbeerkostüm und mit kecker Zunge – ob das der kalauernde Hausmeister samt seiner lasziven Wischmop-Perle Uschi ist oder die Landmänner am Tresen der Dorfkneipe, die es in Linow schon gar nicht mehr gibt.

Dafür gibt es aber Berte und Elfriede noch, die beiden schwatzhaften Rentnerinnen, die über Gott und die Welt herziehen. In diesem Fall über den Besuch auf der Reeperbahn. Als frivoles Relikt steht da – im DDR-Einkaufsnetz hübsch verpackt – ein rosa Riesendildo, mit zwei Klopapierrollen als Anhängsel.

Tosende Beifallsstürme bekommt am Ende das Männerballett. Nicht nur, dass die Jungs an der Stange tanzen – sogar mit Live-Spiegelbild. Auch Solist und Ballettmeister Stranz hat einiges gewagt, sich im rosa Tutu zu zeigen. Da

Von Regine Buddeke

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