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Ostprignitz-Ruppin Strafe wegen Verstoß gegen Tierschutzgesetz
Lokales Ostprignitz-Ruppin Strafe wegen Verstoß gegen Tierschutzgesetz
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16:12 02.06.2014
Laut Urteil soll die Angeklagte einer Kuh nicht täglich Futter und Wasser gegeben haben. Quelle: dpa
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Neuruppin

Dabei handelte es sich um eine Kuh, die im Bereich der Klaue verletzt war, sagte Gerichtssprecher Jan Wilke. Das Tier soll im Januar 2012 in Frauenhagen bei Angermünde (Uckermark) in einen vereisten Fangstand gekommen sein. Dort habe das Rind nicht täglich Futter und Wasser bekommen. "Es gab ein wiederholendes Leiden", so Wilke. Ein Tierarzt musste das Tier einschläfern. Zeugen berichteten, dass ein Großteil der Rinder- und Pferdebestände unterernährt und in einem schlechten Zustand war. Andere Tiere seien auch verendet. Die Angeklagte hatte den Tierbestand eines Landwirtes übernommen, der schon mehrfach wegen ähnlicher Delikte verurteilt worden war.

Manuela N. äußerte sich nicht zu den Vorwürfen. Sie schwieg und war auch nicht bereit, Angaben zu ihrer Person zu machen. Die Staatsanwaltschaft hatte eine Geldstrafe von 2800 Euro gefordert. Angeklagt waren ursprünglich sieben Fälle wegen des Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz. Allerdings waren vier Vorwürfe bereits zu Verhandlungsbeginn Mitte Mai fallen gelassen worden. Am Montag ruderte der Staatsanwalt in einem weiteren Fall zurück. Dabei ging es um eine kalbende Kuh, die in einem Flussbett stecken geblieben und ertrunken war. Teile des Kalbes steckten noch im Geburtskanal. Die Linowerin aus dem Landkreis Ostprignitz-Ruppin habe nicht wissen können, dass die Kuh kalben würde, hieß es. "Es gibt Beweisschwierigkeiten, weil Tiere nicht reden können", sagte Staatsanwalt Ingo Kechichian.

Das Urteil ist das zweite innerhalb eines halben Jahres gegen Manuela N. Das Amtsgericht Neuruppin hatte die Linowerin im Dezember wegen Tierquälerei in zwei Fällen zu einer Geldstrafe verurteilt. Das Urteil ist aber nicht rechtskräftig: Die Linowerin hat dagegen Berufung eingelegt. Der Fall wird deshalb vor dem Landgericht Neuruppin noch einmal verhandelt. Ob Manuela N. gegen das aktuelle Urteil ebenfalls in Berufung geht, das ist offen.

Von Andreas Vogel

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