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Linum: Dicker Kopf, weiches Fell

Kreiszüchtertag Linum: Dicker Kopf, weiches Fell

Lohnt es sich, die Kaninchen weiter zu züchten? Haben die Tiere Siegerchancen bei einer Leistungsschau? Beim Kreiszüchtertag in Linum (Ostprignitz-Rupppin) nahm sich Preisrichter Michael Wernicke aus Wandlitz die Kaninchen unter die Lupe, besah sich die Ohren, die Blume, das Fell und auch die Krallen. Wernicke hatte für jeden Züchter einen Tipp.l

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Preisrichter Wernicke vermisst die Ohren des Rammlers.

Quelle: Andreas Vogel

Linum. Die Zähne sind in Ordnung, die Ohren sehen gut aus, die Behaarung ist ebenfalls okay. „Das ist ein schöner dicker Rammlerkopf“, sagt Michael Wernicke. Er greift zur Kontrolle noch zu seinem Ohrenmaß für Rassekaninchen. 5,5 Zentimeter sind beide zusammen breit. „Das Idealmaß.“ Wernicke muss es wissen. Der Fenstermonteur aus Wandlitz ist seit gut zwölf Jahren Preisrichter für Kaninchen. Am Sonnabend ist der 61-Jährige zum Kreiszüchtertag nach Linum gekommen und nimmt die ihm vorgestellten Tiere unter die Lupe. 28 Tauben, 18 Kaninchen, 15 Hühner sowie eine Gans werden bewertet.

Allerdings geht es nicht um Preise. Der Kreiszüchtertag ist eine Lehr- und keine Leistungsschau. Die Preisrichter geben den Züchtern Tipps für ihre Tiere – zum richtigen Futter, ob die Tiere bei einer Leistungsschau Chancen auf einen Preis haben oder schon bald im Kochtopf landen können. „Wir sind als Preisrichter wieder Zuchtlenker“, sagt Wernicke. Bei Terminen wie dem in Linum kann er junge, aber auch erfahrene Züchter mit seinen Hinweisen motivieren und damit bei der Stange halten. Das war nicht immer so. Jahrelang sollten die Preisrichter nur darauf achten, ob die Hühner, Tauben und Kaninchen möglichst nah an die von Experten ermittelten Idealmaße herankommen. Hingewiesen wurde meist nur auf die Mängel – was viele Züchter nicht eben ermutigte, sich noch mal mit ihren Tieren bei einer Schau vorzustellen. „Mit meiner Bewertung will ich den Züchter qualifizieren“, sagt Wernicke. Er züchtet seit 1992 Chinchillakaninchen. Diese Rasse wurde erstmals 1913 bei einer Ausstellung in Paris der Öffentlichkeit präsentiert. Der Name geht auf die in Südamerika lebenden Nagetiere zurück, weil deren Fell ähnlich aussieht. Chinchillas dienen den Menschen seit mehr als 100 Jahren als Pelzlieferant. Chinchillakaninchen wurden in England mit Riesenkaninchen gekreuzt, so dass ihr Gewicht von zweieinhalb auf gut vier Kilo stieg.

„Mittag.“ Ausstellungsleiter Joachim Krebs ruft in Linum zu Tisch. Es gibt Gulasch und Frikassee.

Von Andreas Vogel

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