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Ostprignitz-Ruppin Linumer Gerätehaus ist abrissreif
Lokales Ostprignitz-Ruppin Linumer Gerätehaus ist abrissreif
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02:15 29.01.2016
Das Gerätehaus in Linum ist baufällig. Quelle: Peter Geisler
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Linum

Die Feuerwehr-Fahrzeughalle in Linum ist in einem desolaten Zustand. Die Schäden an dem Gebäude sind so schlimm, dass die Gemeinde Fehrbellin nun so schnell wie möglich das Haus abreißen und neu bauen lassen will. Die Kosten dafür liegen bei 195 000 Euro, berichtet Bürgermeisterin Ute Behnicke.

Der Schaden sei schon beim Bau der Gerätehalle Mitte der 90er Jahre entstanden. Das haben Untersuchungen eines Gutachters ergeben, den die Gemeinde beauftragt hatte, berichtet Ute Behnicke. Das Problem: Die Arbeiter haben beim Bau laut dem Experten Materialien benutzt, die nicht zueinander passen. In Folge entstanden an den Wänden zuerst Risse, die im Laufe der Jahre immer größer wurden und sich immer weiter ausbreiteten. Nun lässt sich der immense Bauschaden nicht mehr leugnen: Der gesamte Mörtel sei mittlerweile abgebröckelt, die Steine liegen somit lose überein­ander. Die Fahrzeughalle wird indes noch genutzt. „Es besteht keine akute Gefahr, dass uns das Haus zusammenbricht.“

Firmen sind nicht mehr in Regress zu nehmen

Eigentlich wollte die Gemeinde dafür die am Bau beteiligten Firmen in Regress nehmen. Allerdings gibt es das Architekturbüro und das Bauunternehmen, die das Gerätehaus in Linum errichtet haben, inzwischen nicht mehr. Ute Behnicke ist sich auch ganz sicher, dass die Kommune bei der Bauabnahme nichts falsch gemacht hatte. Höchstens hätte der Pfusch der Bauleitung auffallen müssen, die allerdings ebenfalls von einem Externen erledigt wurde, so Ute Behnicke. Doch auch dieser Verantwortliche sei definitiv nicht mehr greifbar.

„Das ist anders als beim Gutshaus Protzen, wo wir zwar jahrelang gekämpft – am Ende aber die Bauleute ihre Fehler ausgebessert haben“, sagt die Gemeindechefin. Das Gutshaus mit Bauschäden war mehrere Jahre geschlossen, bis die Kommune nach einem aufwendigen Beweissicherungsverfahren einen Vergleich mit den Bauverantwortlichen geschlossen hatte. Diese haben die beanstandeten Stellen am Gebäude daraufhin ausgebessert, sind allerdings nicht für den Nutzungsausfall des Hauses aufgekommen (die MAZ berichtete).

Weil in Linum trotz vieler Versuche niemand mehr zur Verantwortung gezogen werden kann, will die Kommune nun so schnell wie möglich handeln. Allerdings hofft sie bei dem Abriss und Neubau auf finanzielle Unterstützung vom Land.

Mehrere Förderprogramme im Blick

Um die Wahrscheinlichkeit auf Fördergeld zu erhöhen, fährt die Gemeinde Fehrbellin dabei mehrgleisig. Das Vorhaben hat die Gemeinde bei den Programmen Leader sowie KLS (Kleinere Städte und überörtliche Zusammenarbeit) angemeldet. Die größten Hoffnungen setzt Ute Behnicke auf das erst im Dezember aufgelegte kommunale Infrastrukturprogramm des Landes Brandenburg (Kip). Denn mit Kip will Potsdam mit immerhin 15 Millionen Euro bis 2019 die Feuerwehrinfrastruktur im Land verbessern, die in vielen anderen Förderprogrammen als nicht förderfähig erachtet wird.

„Wir passen genau in das Raster der Kip-Richtlinie“, sagt die Bürgermeisterin, die auch den Anbau fürs Feuerwehrhaus in Brunne über diese Quelle finanzieren will. Deswegen will sie sich um Unterstützung aus diesem Programm bemühen und einen Antrag stellen, sobald entsprechende Formulare des Finanzministeriums verfügbar sind.

Von Celina Aniol

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