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Liveübertragung vom Kyritzer Kirchturm

Dohlen-Kolonie im Videoblick Liveübertragung vom Kyritzer Kirchturm

Bisher ließ sich nur erahnen, was hoch oben im Turm der Kyritzer Sankt-Marien-Kirche bei der dort lebenden Dohlen-Kolonie vor sich ging. Dank der Unterstützung der Sparkasse und der Genehmigung der Kirchengemeinde konnten nun drei Kameras installiert werden, die per Liveübertragung einen Blick ins Nest ermöglichen – ein ziemlich direkten.

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Auf einem Bildschirm in der Heimatstube kann nun jeder per Liveübertragung einen Blick in die Nester der Dohlen-Kolonie werfen.

Quelle: André Reichel

Kyritz. In den Türmen der Kyritzer Sankt-Marien-Kirche herrscht derzeit besonders reges Treiben, denn in mehr als 20 Nistkästen brütet dort hoch oben über den Dächern der Stadt eine Dohlenkolonie. In den Monaten April und Mai legt jedes Paar durchschnittlich fünf Eier, die vom Weibchen rund 16 bis 20 Tage bebrütet werden. In dieser Zeit wird sie vom Dohlen-Männchen gefüttert. Die Aufzucht der geschlüpften Küken wird von den Eltern gemeinsam bewältigt. Vom regen Treiben im Kirchturm bekommen Interessierte unter normalen Umständen allerdings nur wenig mit.

Ein Blick in die Nester – bislang undenkbar. Dies hat sich nun geändert. In drei Nistkästen sind noch vor Beginn der Brutzeit mit freundlicher Genehmigung der Kirchengemeinde Kameras installiert worden, um die Tiere nicht zu stören. Interessierte Tierfreunde können sich nun ab sofort in der Heimatstube am Marktplatz auf einem Bildschirm das Treiben in den Nestern anschauen, und das live.

Eine  Dohle aus dem Naturkundemuseum Berlin

Eine Dohle aus dem Naturkundemuseum Berlin.

Quelle: Michael Hübner

Die Idee dazu hatte der Kyritzer Frank Brüggemann. Diese wurde von der Aktionsgemeinschaft Kyritzer Gewerbe (AKG) sowie dem Tourismusverein und der Stadt Kyritz mit Interesse aufgegriffen. Gemeinsam stellte man einen Förderantrag bei der Sparkasse, denn die dafür nötige technische Ausstattung war nicht billig. Der Antrag wurde schnell und unkompliziert bewilligt und schon konnte es an die Umsetzung gehen.

Die Kosten für die drei Kameras in Höhe von 2700 Euro übernahm die Sparkasse. „Das ist etwa ein Drittel der Summe, die uns dieses Jahr für Projekt-Förderungen bereitsteht“, sagte Nicole Vogel, Leiterin der Kyritzer Sparkassenfiliale, als sie am Dienstag gemeinsam mit der Kyritzer Bürgermeisterin Nora Görke und dem Chef der AKG, Andreas Heine, selbst auch mal einen Blick auf den Bildschirm in der Heimatstube warf.

Ein Server zeichnet die Videosignale auf

Ein Server zeichnet das Videosignal auf und leitet die Bilder per Funk zum Rechner in der Heimat­stube. Vorerst sind nur dort die Livebilder von den Dohlennestern zu sehen. Geplant ist aber, diese auch auf Bildschirme in verschiedenen Geschäften von mehreren Gewerbetreibenden in der Kyritzer Innenstadt und in der Sparkasse zu übertragen.

Jetzt schon können Interessierte auf der Internetseite der Stadt Kyritz Standbilder von den Nestern im Turm anschauen, und das rund um die Uhr.

Von André Reichel

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