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Lob aus Coesfeld für Neuruppin

Landrat beeindruckt Lob aus Coesfeld für Neuruppin

Begeistert hat sich am Mittwoch Christian Schulze Pellengahr, seit Oktober 2015 Landrat von Coesfeld, über Neuruppin geäußert. Die Stadt habe sich toll entwickelt, sagte der CDU-Politiker. Schulze Pellengahr hatte Neuruppin vor gut 20 Jahren wegen Fontane für einige Tage besucht. Nun will der Landrat aus Nordrhein-Westfahlen im Frühjahr wiederkommen – mit Begleitung.

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Landrat Ralf Reinhardt (l.) mit seinem Amtskollegen aus Coesfeld, Christian Schulze Pellengahr

Quelle: Andreas Vogel

Neuruppin. Beeindruckt zeigte sich am Mittwoch Christian Schulze Pellengahr von der Entwicklung, die Neuruppin genommen hat. Der Landrat vom Partnerkreis Coesfeld in Nordrhein-Westfalen (NRW) war auf Stippvisite in der Kreisstadt. Er sah sich im Tempelgarten, am Alten Gymnasium und am Bollwerk um. „Hier ist viel renoviert und saniert worden“, sagte der CDU-Politiker, der seit Oktober 2015 Landrat in Coesfeld ist.

Der 40-Jährige, der verheirat ist und zwei Kinder hat, hat durchaus eine Vergleichsmöglichkeit: Vor gut 20 Jahren war Schulze Pellengahr schon mal mit einem Freund für einige Tage in Neuruppin – wegen Fontane. Möglicherweise kommt der Jurist im Frühjahr erneut in die Fontanestadt. „Wir könnten hier unser alljährliches Klausurtreffen der Abteilungsleiter abhalten.“ Landrat Ralf Reinhardt (SPD) zeigte sich angetan von dieser Idee. „Das wäre sicher auch für uns ein Erkenntnisgewinn.“ Reinhardt hofft dabei vor allem auf Erfahrungen wegen der umstrittenen Kreisgebietsreform in Brandenburg. Der Kreis Coesfeld besteht allerdings schon seit 200 Jahren. Den jetzigen Zuschnitt erfuhr er 1975, eine Reform ist in NRW derzeit nicht geplant. „Wir gehören mit 215 000 Einwohnern und elf Städten zu den kleineren Kreisen in NRW“, sagte Schulze Pellengahr. Die Entwicklung im Kreis Coesfeld ist gut, es gibt viele kleine und mittelständische Unternehmen. Die Arbeitslosenquote liegt bei unter drei Prozent. Zudem habe die Verwaltung gute Erfahrungen mit ihren Nebenstellen in den alten Kreisstädten gemacht. Das decke sich mit den Erfahrungen, die Ostprignitz-Ruppin gemacht habe, sagte Landrat Reinhardt.

Schulze Pellengahr nutzte die Sitzung des Landkreistages von NRW für den Abstecher nach Neuruppin. Der Landkreistag von NRW tagt am Donnerstag und Freitag in Berlin. Dort sind Treffen mit Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) sowie Arbeits- und Sozialministerin Andrea Nahles (SPD) geplant. Der Landrat von Coesfeld wollte am Mittwoch zudem noch einen Abstecher nach Rheinsberg machen, auch weil es dort ein Literaturmuseum gibt. Ähnliches wird in Coesfeld geplant, aber nicht für Kurt Tucholsky, sondern für Annette von Droste-Hülshoff. Die Schriftstellerin und Komponistin, die als eine der bedeutendsten deutschen Dichterinnen gilt, wurde 1797 rund 30 Kilometer entfernt von der Stadt Coesfeld geboren, auf Burg Hülshoff bei Münster.

Von Andreas Vogel

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