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Lob vom Chef für Top-Ten-Platzierung

Freyensteinerin beim Bundesmelkwettbewerb Lob vom Chef für Top-Ten-Platzierung

Dass junge Menschen Interesse an der Landwirtschaft haben, freut Burkhard Schultz von der Agrargenossenschaft Biesen. Wenn diese dann wie seine Auszubildende Maria Fischer auch noch beim Bundesmelkwettbewerb gut abschneiden, ist der Genossenschaftsvorsitzende besonders stolz. Und so gab es für Maria diese Woche ein großes Lob vom Chef.

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Daniela Lehmann (v. l.) gratulierte Maria Fischer gemeinsam mit Burkhard Schultz.

Quelle: Christian Bark

Biesen. Eigentlich wollte sie ja als Pferdewirtin arbeiten, doch dann entschied sich Maria Fischer vor einem Jahr nach ihrer Ausbildung und kurzer Tätigkeit in diesem Beruf dafür, noch eine weitere Qualifizierung dranzuhängen. Diese Ausbildung hatte dann zwar noch mit Tieren zu tun, allerdings nicht mehr mit Pferden, sondern mit Rindern. Seitdem lernt die junge Frau aus Freyenstein im Melkbetrieb Jabel der Landwirtschaftlichen Produktions- und Dienstleistungsgenossenschaft (LPDG) Biesen. „Das macht sich dann auch gut in meinem Lebenslauf, wenn ich über so viel Erfahrung verfüge“, sagte die 25-Jährige im MAZ-Gespräch.

Gut machen wird sich sicherlich auch ihr 10. Platz beim Bundesmelkwettbewerb, den sich Maria kürzlich im bayerischen Achselschwang gesichert hatte. „Damit ist sie die zweitbeste junge Melkerin in den neuen Bundesländern“, freute sich ihr Chef Burkhard Schultz am Montag. Gemeinsam mit der Bereichsleiterin Tierproduktion, Daniela Lehmann, gratulierte der LPDG-Vorstandsvorsitzende der Auszubildenden. Neben warmen Worten und einem Blumenstrauß hatte Schultz der 25-Jährigen noch einen Umschlag überreicht. „Gut festhalten, da ist noch eine Kleinigkeit für dich drin“, sagte er.

Strahlend nahm Maria Fischer die Glückwünsche entgegen. „Unter die besten Zehn wollte ich minimal kommen“, sagte sie. Dass das geklappt habe, sei aber schon etwas Besonderes. „Zumal wir Azubis nicht genau einschätzen konnten, wie uns die Jury bewerten würde“, erinnerte sich die junge Frau. Über vier Tage hinweg seien die 44 Lehrlinge in Bayern auf Herz und Nieren geprüft worden. „Morgens um vier Uhr ging’s los“, so Fischer. Sie habe mit 32 anderen Azubis den „Fischgrätenmelkstand“gewählt. In dieser Kategorie sei sie dann auch bewertet und ausgezeichnet worden. Im Gegensatz zum „Karussellmelkstand“, wo die Tiere sich in eine Art Rondell begeben, um dort gemolken zu werden, erfolge die Prozedur im Fischgrätenmelkstand der Reihe nach, in der die Kühe nebeneinander aufgestellt seien. Schnelligkeit, Sauberkeit und der Umgang mit den Tieren wurden Maria zufolge von der Jury genauestens beäugt.

Wettbewerb war gute Schule für Abschlussprüfung

„Das waren sehr sensible Tiere“, erklärte die 25-Jährige. Entsprechend behutsam habe sie mit den Rindern umgehen müssen. Zudem sei geschaut worden, wie gut jeder Handgriff sitze. In einem Theorieteil habe sie einen Ankreuztest bestehen müssen, der Fragen zu Tierkrankheiten oder zur Melktechnik enthielt.

„Ich hatte aber auch die Möglichkeit, mit anderen Azubis aus ganz Deutschland ins Gespräch zu kommen“, berichtete Fischer. Dann habe man sich vor allem über Ausbildungsinhalte und -bedingungen in den jeweiligen Bundesländern unterhalten. Zum Austausch mit anderen Lehrlingen hatte Maria Fischer bereits im März Gelegenheit gehabt. Da hat sie am brandenburgischen Landesmelkwettbewerb teilgenommen und es auf den dritten Platz geschafft. Damit war sie automatisch für den Bundeswettbewerb qualifiziert, wie Daniela Lehmann erklärte. Schon zu dieser Zeit hätte sie mit der Azubine regelmäßig geübt. „Nach der täglichen Arbeit habe ich dann abends noch Theorie gebüffelt“, erinnerte sich Maria Fischer. Das könne für ihre Abschlussprüfung jedoch nur von Vorteil sein.

Das sieht auch Burkhard Schultz so, der sich über das gute Abschneiden der 25-Jährigen sehr freut. „Das zeigt, wie richtig es ist, in der Landwirtschaft auf die jungen Leute zu setzen“, betonte er stolz am Montag.

Von Christian Bark

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