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Löschwasserversorgung für Kyritz verbessert

Brandschutz Löschwasserversorgung für Kyritz verbessert

Neue Löschwasserentnahmestellen im Kyritzer Ortsteil Bork und an der Wochenendsiedlung Kugelfangberg II nahe dem Untersee sorgen jetzt für jeweils bessere Brandschutzbedingungen. Dabei können beide demnächst abgeschlossenen Projekte unterschiedlicher kaum sein: die eine Leitung führt in einen See, die andere 90 Meter tief in die Erde.

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Ein Horizontalbohrer verlegte die neue Kugelfangberg-Leitung bis etwa 30 Meter weit in den Untersee hinein.

Kyritz. So nah und doch so fern liegt der Kyritzer Untersee zu Füßen der sogenannten Kugelfangberg-Bungalowsiedlung. Denn Löschwasser gibt er der Feuerwehr im Fall der Fälle nicht so einfach her. Um aber die Löschwasserversorgung in der Wochenendhaussiedlung Kugelfangberg II zu verbessern, wurde kürzlich mittels eines Horizontalbohrverfahrens eine Wasserleitung in den Untersee vorangetrieben. „Der Ansaugpunkt im See beginnt etwa 30 Meter vom Ufer entfernt in einer Tiefe von drei Metern und endet auf einem noch zu befestigenden Platz für die Feuerwehr“, informierte jetzt die Kyritzer Stadtverwaltung.

Dabei sei das Horizontalbohrverfahren federführend nicht nur schlicht durch eine Spezialfirma aus Neuruppin durchgeführt worden: „Wesentliche Unterstützung beim Bohrvorgang erhielt die Firma von der SG Wassersportfreunde Wusterhausen mittels eines Pontons.“ Der Fertigstellungstermin ist für das Ende dieses Monats oder noch Anfang Juli vorgesehen. Nach einem ähnlichen Muster wurde vor bereits mehr als einem Jahr am Gantikower See eine Entnahmestelle geschaffen. Auch dort ist am Ufer lediglich ein Hydrant zu sehen. Der Ansaugstutzen im See ist mit einer gelben Boje markiert.

Nach und nach bessere Löschwasserversorgung in ganz Kyritz

Ursprünglich stand für die Kugelfangberg-Bohrung ein spendables Unternehmen bereit: ein Solarparkinvestor von der Bantikower Seeseite. Weil dort keine Einspeisemöglichkeit mehr für den erzeugten Strom besteht, sollte dieser über ein Mittelspannungskabel unter dem stadteigenen See hindurch auf die Kyritzer Seite und weiter zu einem Trafo gebracht werden. An der vor Ort dann vorhandenen Bohrtechnik hätte sich die Stadt bedienen können – wie es noch vor genau einem Jahr hieß. Doch dann lag das Solarparkprojekt wegen Problemen mit der Bundesnetzagentur auf Eis und damit auch die Stromleitung (MAZ berichtete).

Angela Schulz, seinerzeit Bauamtsleiterin, sagt heute: „Wir müssen die Löschwasserentnahmestellen ohnehin einrichten, also machen wir das nun auch so.“ Sukzessive werde überall im Stadtgebiet die Löschwasserversorgung verbessert.

Und so werde auch der neue Brunnen im Ortsteil Bork nicht der letzte sein, der gebohrt wurde: Um die Löschwasserversorgung dieses Kyritzer Ortsteils zu verbessern, stellte ebenso erst kürzlich die Firma Brandenburger Brunnenbau einen Tiefbrunnen in der Nähe der Bushaltestelle in Bork her – inmitten des Dorfes auf dem Anger.

Die Brunnen-Baustelle in Bork

Die Brunnen-Baustelle in Bork.

Quelle: Stadtverwaltung

Die Bohrung musste laut Stadt allerdings auf rund 90 Meter Tiefe abgesenkt werden, um die nötige Wassermenge zu erhalten. Die Fertigstellung in Bork ist ebenso für das Ende dieses Monats oder noch Anfang Juli vorgesehen.

Von Matthias Anke

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