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Ostprignitz-Ruppin Lokale Agenda Kyritz aufgelöst
Lokales Ostprignitz-Ruppin Lokale Agenda Kyritz aufgelöst
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00:17 30.01.2016
Der Fröbelturm erfordert ein hohes Maß an Teamgeist. Quelle: Sandra Bels
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Kyritz

Der Förderverein Lokale Agenda 21 Kyritz hat als letzte Amtshandlung vor seiner Auflösung Spendengeld vergeben, das noch auf dem Konto war. Das Mediatoren-Projekt an der Carl-Diercke-Schule Kyritz profitierte unter anderem davon.

Die Schulmediatoren Elke und Hartmut Hanke haben die gespendeten 500 Euro in eine Slackline, eine Art Balancierseil, Pedalos und einen Fröbelturm investiert. „Damit bringen wir das Anliegen der Mediation in den Schulalltag mit ein“, sagen sie. Alle Geräte werden sowohl im Unterricht, als auch in den Mediationsrunden eingesetzt. Sie fördern Ehrgeiz, Mut und vor allem sollen sie das Selbstvertrauen der Jugendlichen steigern. Viele junge Leute haben Probleme mit ihrem Selbstwertgefühl. Das beobachten Hankes bei ihrer Arbeit in der Schule immer öfter. Sie bieten seit sieben Jahren regelmäßige Sprechstunden an.

Die Holzhausener stellten ihre Idee deshalb den Sportlehrern Christian Hoffmann und Birgit Berg vor. „Sie waren sofort begeistert“, sagt Elke Hanke. Erst gestern trainierten die Neuntklässler wieder mit den Sportgeräten und hatten sichtlich Spaß dabei. Beim Fröbelturm ist Teamwork gefragt. Lässt nur einer sein Seil aus den Augen, funktioniert das Stapeln der Holzklötze nicht mehr und alles bricht zusammen. Das Pedalo fordert einem Einzelnen Geschicklichkeit ab und die Slackline dazu noch Mut. Hankes waren beim Besuch des Unterrichts sehr zufrieden mit ihrer Entscheidung und haben auch schon viele positive Reaktionen von Schülern und Lehrern bekommen.

Bereits im Sommer hatten die Mediatoren Springseile und Stelzen gekauft, die in der von ihnen genannten erweiterten Mediation angewendet werden. Dazu gehört inzwischen ein Mentaltraining für Jugendliche, das zum Beispiel ihr Selbstvertrauen vor Prüfungen und Arbeiten stärken soll.

Das Ehepaar bedauert es, dass sich der Förderverein zum 31. Dezember aufgelöst hat. Hartmut Hanke sagt: „Seine Arbeit wurde fragwürdig mit dem Rückzug der Kommune, was die Entwicklung einer Lokalen Agenda 21 in Kyritz betrifft.“ Dabei hatte 1992 die Weltgemeinschaft bei ihrer Umweltkonferenz in Rio de Janeiro in ihrem globalen Papier empfohlen, in den Kommunen eigene Agenden zu schaffen. Man wollte damit die Entwicklung wahrer Demokratie ermöglichen.

Hanke erinnert sich an den Beginn in Kyritz im Jahr 1999, die der Amtsausschuss beschlossen hatte und später von den Stadtverordneten bestätigt wurde. Um öffentlich-rechtlich arbeiten zu können, wurde der Förderverein gegründet. Die Bürger sollten so unmittelbar an der künftigen Entwicklung und Gestaltung ihrer Kommune beteiligt werden.

Es folgten eine Reihe vorzeigbarer Aktivitäten. So wurde unter anderem das Rosengartenfest mitveranstaltet, damals noch zur Förderung des Baus eines Spielplatzes dort. „Nun hat der Verein sein vorerst letztes Zeichen gesetzt und nicht nur für die Schule Geld gespendet“, sagt dessen ehemaliger zweiter Vorsitzender Hartmut Hanke. Einen Zuschuss bekamen auch die Aktion „Unsere Stadt soll bunter werden“ für Blumenzwiebeln und das Projekt „Eine Kuh für Afrika“.

Von Sandra Bels

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