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Ostprignitz-Ruppin Loriots Leserbriefe amüsierten das Publikum
Lokales Ostprignitz-Ruppin Loriots Leserbriefe amüsierten das Publikum
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00:36 17.03.2018
Auf den Tischen ausgelegte Sprüche und Karikaturen amüsierten die Gäste außerdem. Quelle: Christian Bark
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Wittstock

„Loriots Sketche habe ich immer gerne geguckt“, sagte Renate Lehmke. Dabei erinnerte sie sich an Sprüche von „Opa Hoppenstedt“, den Loriot, also Vicco von Bülow, seinerzeit schauspielerisch verkörperte, wie „Früher war mehr Lametta“ oder an Erwin Lindemann, der aus seinem Lottogewinn eine Herrenboutique eröffnen wollte.

Georgia Arndt las aus Loriots Leserbriefen. Quelle: Christian Bark

Neben Renate Lehmke hatte es am Mittwochnachmittag zahlreiche andere Zuhörer zum Literaturcafé in die Wittstocker Bibliothek gezogen. Dabei standen allerdings weniger die schauspielerischen Leistungen des belieben Humoristen im Vordergrund, sondern vielmehr seine schriftstellerischen. Genauer Loriots Leserbriefe an die Zeitschrift „Quick“, die der Autor zwischen 1957 und 1961 regelmäßig verfasste.

„Sie wurden offene Briefe oder ungewöhnliche Mitteilungen genannt“, erklärte Bibliotheksleiterin Georgia Arndt, die wie gewohnt die Lesung hielt. Sie empfahl ihrem Publikum zugleich das Buch mit den insgesamt 115 Briefen, von denen die meisten abgedruckt worden waren, nebst Erläuterungen. Die wie Kolumnen gestalteten Texte griffen neben Alltäglichkeiten auch Themen wie Politik, Verkehr oder damals aktuelle Ereignisse auf. So schlug Loriot in einem Brief von 1957 vor, statt einer Hündin, lieber einen Menschen als erstes Erdenlebewesen ins All zu entsenden. Er wüsste da schon Namen.

Auch Leserkritik mit veröffentlicht

Als „hilfloses Opfer durchdachter Waschmittelwerbung“ bezeichnete sich der Autor, nachdem er von einer Frau eine „Kleinigkeit“ erhalten hatte und, im Glauben es handle sich um Süßigkeiten, im Kino beim Genuss plötzlich Schaum vor dem Mund bekam. „Die Briefe riefen nicht nur positive Reaktionen hervor“, erklärte Georgia Arndt. Im Buch sei auch Leserkritik an Loriots „kitschigen“ Kolumnen abgedruckt worden.

Der Humorist beschrieb selbst ironisch in seinem Leserbrief vom 17. September 1961, dass er um sein Leben fürchten müsse. Obwohl ihn die Redaktion auf eigenen Wunsch nicht von seiner Pflicht entband, sollte es doch sein letzter gewesen sein.

Das nächste Literaturcafé findet am Mittwoch, 11. April, statt. Dann liest Georgia Arndt ab 14 Uhr aus dem „geheimen Tagebuch von Hendrik Groen“.

Von Christian Bark

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